Diverses In eigener Sache: impulse schreibt schwarze Zahlen

"Freiheit zahlt sich aus", sagt impulse-Chef Nikolaus Förster. Bereits im ersten Jahr nach der Gründung schreibt der Verlag schwarze Zahlen. Bei einem Umsatz von 5,17 Millionen Euro im Jahr 2013 lag der Gewinn vor Steuern bei 228.000 Euro. Das Team wurde um ein Dutzend Stellen aufgestockt.

Bereits im ersten Jahr nach der Gründung schreibt der Hamburger Verlag Impulse Medien GmbH, der Deutschlands führendes Unternehmermagazin impulse herausgibt, schwarze Zahlen. Der Gewinn vor Steuern liegt für das Geschäftsjahr 2013 bei etwa 228.000 Euro – bei einem Umsatz von 5,171 Millionen Euro. „Wir freuen uns, dass wir bereits im ersten Jahr schwarze Zahlen vorlegen können“, sagt Nikolaus Förster, der den Titel vor einem Jahr im Zuge eines Management-Buy-Outs (MBO) von Gruner+Jahr gekauft und 20 Festangestellte übernommen hatte. „Angesichts des turbulenten ersten Jahres und sechsstelliger Gründungskosten ist dies ein äußerst gutes Ergebnis.“

Anfang 2013 hatte sich Gruner+Jahr angesichts des Defizits seiner Wirtschaftsmediengruppe (Financial Times Deutschland, Capital, impulse, Börse Online, Business Punk) unter anderem von impulse getrennt. „Es macht das Team stolz, dass sich der große Zuspruch von Unternehmern nach dem MBO jetzt auch in guten Zahlen widerspiegelt. Losgelöst von Konzernstrukturen konnten wir unsere Schnelligkeit und Unabhängigkeit ausspielen und wichtige unternehmerische Entscheidungen treffen“, sagt Förster. „Freiheit zahlt sich aus.“ Auch die ersten Signale für das laufende Jahr 2014 sind positiv: Der Anzeigenumsatz liegt im Printmagazin und auf der Website über Vorjahr, und im Einzelverkauf konnte zu Jahresbeginn eine deutliche Steigerung erreicht werden.

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Das impulse-Team hatte direkt nach dem Neustart im Jahr 2013 für Aufsehen gesorgt, als es die Druckerei wechselte, sich für hochwertigeres Papier entschied, ein neues Redaktionssystem einführte und sämtliche Aboprämien abschaffte. Weitere Entscheidungen, die mehr als 90 Prozent des Umsatzes betrafen, folgten im Herbst 2013: Der mittelständische Hamburger Verlag Inspiring Network erhielt den Auftrag, die Anzeigenvermarktung zu übernehmen. BusinessAD aus Köln kümmert sich seit Jahresbeginn 2014 um die Digitalvermarktung. Den Vertrieb im Einzelverkauf hat der Hamburger Mittelständler Stella Distribution übernommen. Und den Abovertrieb und die Kundenkommunikation steuert Impulse Medien seit Dezember selbst: „Das waren für uns radikale, unternehmerisch riskante Entscheidungen, die aber alle einem Ziel folgten: impulse noch stärker als Premiumtitel zu positionieren“, sagt Förster.

Relaunch des Heftes und eigener Netzwerkteil

„Ich glaube daran, dass man auch in Zukunft mit Qualitätsjournalismus Geld verdienen kann“, sagt er. „Dazu muss man aber die Bedürfnisse der Leser genauer in den Blick nehmen, in gute Inhalte investieren und aufhören, die eigenen Titel zu verscherbeln – so wie es leider viel zu viele Verleger tun, etwa mit Barprämien.“ Neben einem Relaunch des Heftes wurde ein eigener Netzwerkteil geschaffen – und das Angebot für Unternehmer zum Austausch ausgebaut. Im Herbst 2013 führte die erste impulse-Unternehmerreise in die USA. „Bei allem, was wir anbieten, wollen wir Inspiration und Nutzwert vermitteln“, sagt Förster.

Impulse Medien hat seit dem Neustart vor einem Jahr ein Dutzend weitere Stellen geschaffen, vor allem in der Kundenbetreuung und im Projektmanagement. In der Redaktion wurde im digitalen Bereich und in der Grafik aufgestockt und erstmals eine eigene Stelle für das impulse-Netzwerk geschaffen. „Wir glauben daran, dass es sich positiv auf die Firmenkultur und die Qualität auswirkt, wenn man gute Mitarbeiter mit festen Stellen an sich bindet“, sagt Förster.

Direkte Kundenkommunikation

Die Mitarbeiter werden künftig zudem an den Gewinnen beteiligt, ein Teil des Überschusses soll Jahr für Jahr an das Team ausgeschüttet werden. Entwickelt wurden auch neue Regeln in der Zusammenarbeit mit freien Mitarbeitern: „Qualitätsjournalismus lebt von einem fairen Miteinander zwischen Verlagen auf der einen Seite und Autoren, Fotografen und Illustratoren auf der anderen Seite“, sagt Förster. „Wer herausragende Qualität verlangt, muss auch faire Bedingungen bieten.“

Im Vertrieb investiert der Verlag mit fünf neuen Stellen in eine hochwertige und direkte Kommunikation mit seinen Kunden. „Uns geht es um den regulär zahlenden Leser. Daher konzentrieren wir uns auf die Bereiche Einzelverkauf und klassische Abonnements. Hier wollen wir qualitativ wachsen und nicht mit allen Mitteln die Auflage hochtreiben“, sagt Verlagsleiter Ole Jendis. Das sei auch für Werbekunden die verlässlichste Größe. „Anzeigen erzielen eine viel größere Wirkung, wenn sich die Leser mit dem Heft auseinandersetzen“, sagt Jendis. Mit einer verkauften Auflage von 72.474 Exemplaren (IVW IV/13) erreicht der Titel aktuell 180.000 Leser (AWA 2013) und 137.000 Entscheider (LAE 2013).

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