Diverses In besten Händen

Gute Hotels wecken Emotionen, erfreuen mit souveränem Servicestil und bieten ein Maximum an Wahlmöglichkeiten. Der große impulse-Vergleich zeigt, wo Sie das in Deutschland finden.

Wenn er einem die Hand entgegenstreckt
und die Gäste in der Lobby seines Reiches an der Binnenalster begrüßt, dann wird sofort klar: Der Hoteldirektor ist nicht erst seit
Kurzem hier und auch nicht erst seit ein paar Wochen an der Spitze. Ingo Peters und sein Raffles Hotel Vier Jahreszeiten sind eine Hamburger Institution – und zwar eine äußerst
begehrte. Die weitläufi gen Hallen und
Restaurants sind ein Schaufenster auf die Stadt und eine Schnittstelle zur großen, weiten Welt. Keinem anderen Hotel in Deutschland gelingt derzeit der Spagat zwischen Traditionsbewusstsein und Erneuerungswille besser, keines verbindet historisches Flair so souverän mit zeitgemäßer Infrastruktur. Die besten Noten verdient sich der diesjährige Primus in der Kategorie der großen Geschäftshotels quer durch alle Bewertungssäulen: Das Haus genießt höchstes Ansehen bei Reiseprofis, Travel-Managern, führenden deutschen Hoteliers und
kritischen Hotelgästen.

Tradition ist Kult, wie ein Blick auf die Hotelranglisten zeigt. Die Mehrheit der topgelisteten Stadtherbergen hat historische Wurzeln. Die Zukunft der deutschen Hotellerie
liegt in der Vergangenheit – und in der Erfüllung moderner Serviceerwartungen.
Die Ansprüche der Gäste haben sich in den letzten Jahren radikal gewandelt, weil die Definition von Luxus stark im Fluss ist. Die neue Gästegeneration sucht weder rituelle
Vornehmheiten noch reinen Louisquatorze,
sondern Vergnügen, Hightech und viele Wahlmöglichkeiten. Das in der impulse-Wertung zweitplatzierte Adlon Kempinski, das trotz verschärft er Konkurrenz konstant die höchsten Preise im hart umkämpften Berliner Hotelmarkt erzielt, trifft das Lebensgefühl der urbanen Luxusnomaden.

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Ein Newcomer wirkt derzeit stilbildend in der städtischen deutschen Hotelwelt und erhöht den Druck auf die Konkurrenz: die Villa Kennedy (Rang 3) in Frankfurt/Main. Gepachtet
vom englisch-italienischen Privathotelier Sir Rocco Forte ist sie trotz hoher Ansprüche an Design und Servicekultur weder schrill noch aufdringlich. Vielmehr setzt sie auf smartes Understatement und zurückhaltende
Aufmerksamkeit.

Business ist zum Glück nicht alles. Insbesondere in der Kategorie der kleinen Geschäftshotels gehören Arbeit und Lebenskunst untrennbar zusammen. Außergewöhnliche Genussmomente bietet etwa der erstplatzierte Brandenburger Hof in Berlin. Was Besitzerin Daniela Sauter aus dem
herrschaftlichen Stadtpalais mit dem begrünten Hofgarten gemacht hat, ist
mit nichts vergleichbar. Auch ein Aufenthalt im Mandarin Oriental München (Rang 2 in der Wertung) adelt die Geschäftsreise zum kultivierten Erlebnis im Herzen der Stadt.

Die besten Ferienhotels

Geht es in der Welt der Ferienhotellerie um Konkurrenten, kommt eine vernichtende Formel leichter über die Lippen als ein Lob. Trotzdem erkennen selbst die Mitbewerber von Hermann Bareiss an, dass sein gleichnamiges Hotel in Baiersbronn tatsächlich
außergewöhnlich ist. Die wiederholte Nummer eins unter den großen Feriendomizilen steht für Konstanz auf höchstem Niveau ebenso wie für authentisch charmante Mitarbeiter, die darauf sensibilisiert sind, immer so zu handeln, als würden sie Gäste bei sich zu Hause verwöhnen und sich um sie sorgen.

Auch in der Traube Tonbach (Rang 2) spürt der Gast, was es heißt, in einem inhabergeführten Hotel zu logieren. „Ab einem gewissen Luxusstandard kann sich ein Hotel nur noch durch seine Seele unterscheiden“, erklärt Hausherr Heiner Finkbeiner. Denn das Wichtigste in einem Hotel kann man weder anfassen noch gar messen, sondern nur fühlen: Gastfreundschaft und Geborgenheit

Das Kempinski Grand Hotel Heiligendamm steht auch mit auf dem Podest. Die Exklusivität des Drittplatzierten zeigt sich in der einmaligen Verbindung von Architektur und
Natur. Der vierte und der fünfte Rang in der Kategorie der großen Ferienparadiese gehen wiederum an zwei inhabergeführte Hotels: die Sonnenalp im Allgäu und das Zur Bleiche Resort & Spa im brandenburgischen Spreewald. Erstere setzt auf ein großes Freizeit- und Well nessangebot, Letzteres
sorgt mit Power und viel Charme für ein besonderes und unkonventionelles Hotelerlebnis.

In der Kategorie der kleinen, feinen Ferienhotels konnte das Fährhaus Sylt auf den ersten Rang vorstoßen. Das einladende Ensemble strahlt eine fast mediterrane Leichtigkeit aus. Regional betrachtet hat Norddeutschland aufgeholt, der süddeutsche Raum etwas an Boden verloren. Dennoch:
Trotz zahlreicher Verschiebungen in den Top Ten ist allen Betrieben gemeinsam ein Gespür für zeitgemäße Behaglichkeit ohne vorgegebenen Hotelrhythmus sowie eine liebevolle Hinwendung zum Detail. Und alle
eint ein Problem: Sie sind meistens ausgebucht. Aber das ist ein Problem, das wohl jedes der rund 13500 Hotels in Deutschland gerne hätte.

www.impulse.de/hotels

Hier finden Sie eine Langfassung des Textes und die vollständigen Ranglisten aller vier Hotelkategorien.

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