Diverses Interview: Maurice Bergander, Wheel Scout [impulse Comic-Aktion]

Informatikstundent Maurice Bergander

Informatikstundent Maurice Bergander© impulse

10 cm Bordsteinhöhe, ein defekter Lift oder fünf statt zwei Stufen: Der Straßenalltag steckt für gehbehinderte Menschen voller Hürden. Zwei Informatikstudenten der Hochschule Darmstadt haben eine Anwendung programmiert, mit der Gehbehinderte barrierefrei ans Zeil kommen sollen.

Herr Bergander, Ihr Projket soll gehbinderten Menschen den Alltag erleichtern. Was bedeutet das konkret?

Maurice Bergander: Auf Basis von Open Street Map haben wir einen Routenplaner programmiert, der es gehbehinderten Menschen ermöglicht, barrierefrei ans Ziel zu kommen. Zuerst legt sich der Nutzer ein Profil an und gibt ein, welche Bordsteinhöhe ein Hinderniss für ihn darstellt und wieviele Stufen er beispielsweise vormittags noch meistern kann. Anschließend wählt er Start- und Endziel und erhält drei Vorschläge: Eine Route, die den schnellsten Fußweg aufzeigt, eine Route, die komplett barrierefrei ist – und eine Route, die sich an das individuelle Profil anpasst. Entdecken Nutzer neue Barrieren, können sie diese auf den Routen für alle sichtbar einspeichern.

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Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Unsere Professorin, Frau Bettina Harriehausen-Mühlbauer, kam am Bahnsteig mit einer Rollstuhlfarerin ins Gespräch. Sie unterhielten sich über die Probleme von gehbehinderten Menschen im Alltag – und darüber, wie sinnvoll so ein Routenplaner doch wäre. So ist das Projekt entstanden.

Wie viele Leute arbeiten an dem Projekt?

Das Kernprojektteam besteht aus meinem Studienkollegen Daniel Täder und mir – und natürlich unserer Professorin.

 

Dieses Interview ist Teil der impulse Comic-Aktion: www.impulse.de/comic

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