Diverses Investoren bevorzugen Mittelständler

Finanzinvestoren suchen oft vergeblich nach lukrativen Deals. Europaweit fiel vergangenes Jahr der Umfang der Private-Equity-Investitionen um ein Viertel. Vier von fünf Verträgen werden mit mittelständischen Unternehmen geschlossen.

Wenig zu tun hatten die Private-Equity-Investoren im vergangenen Jahr. 54 Milliarden Euro gaben sie 2008 aus, im Jahr zuvor waren es noch 74 Milliarden Euro gewesen – ein Rückgang um 28 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass sich europaweit die Zahl der Mega-Deals fast halbierte, lässt sich aus der 2008-Jahresstatistik der EVCA (European Private Equity & Venture Capital Association) schlussfolgern. Zum Jahresende kamen die Aktivitäten fast zum Erliegen.

Mit 81 Prozent aller getätigten Deals waren mittelständische Unternehmen noch beliebter als 2007 (damals betrug der Anteil 77 Prozent). Insgesamt erhielten 2008 europaweit 5800 Unternehmen eine Form von Private-Equity-Finanzierung.

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Mehr Unterstützung für Gründer

Gegen den Trend positiv entwickelten sich die Aktivitäten, bei denen Gründer unterstützt werden. Mit einem Anstieg von 15 Prozent bei der Anzahl der mit Seed- und Start-Kapital finanzierten Start-ups und 7 Prozent Wertsteigerung blieb dieser Bereich verschont von den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise.

Aufgrund des verstärkten Engagements von Buy-out-Spezialisten verdoppelte sich der Umfang von Wachstumsfinanzierungen auf mehr als 7 Milliarden Euro. Von dieser Summe floss fast jeder vierte Euro in mittelständische Unternehmen. In 2007 waren es weniger als 12 Prozent gewesen. Dass Private-Equity-Investoren einspringen, wenn Banken sich mit der Kreditvergabe zurückhalten, wertet EVCA-Generalsekretär Javier Echarri als „ein gutes Zeichen“.

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