Diverses Ist das Unternehmen wirklich interessant für Sie?

Wenn Sie ein Unternehmen in die engere Wahl gezogen haben, sollten Sie klären, ob der Betrieb wirklich zu Ihnen passt. Nicht nur der Fremdnachfolger, sondern auch der Nachfolger aus dem Kreis der Familie sollte sich einen detaillierten Überblick über alle relevanten Faktoren des Unternehmens verschaffen.

Häufig stellt der Übergeber sein Lebenswerk sehr positiv dar, was nicht unbedingt dem realen Zustand entspricht. Diesen sollten Sie zusammen mit Steuer-, Rechts-, Wirtschafts- und Unternehmensberatern prüfen. So können Sie Fehleinschätzungen, zum Beispiel zum Kapitalbedarf, von Anfang an vermeiden.

In der Regel dient die Objektbeschreibung auch als Grundlage für die Ermittlung des Unternehmenswertes und damit auch für die Ermittlung des Kaufpreises. Innerhalb der Familiennachfolge wiederum ist der Unternehmenswert die Basis für die Berechnung von Abfindungen für eventuelle Mit-Erben.

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Stellen Sie sicher, ob Sie speziell für das in Betracht gezogene Unternehmen über die notwendigen Qualifikationen verfügen, und klären Sie mit Hilfe Ihrer Berater die rechtlichen, steuerrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Unternehmensnachfolge.

Sofern möglich, vergleichen Sie Ihre Qualifikationen mit den Anforderungen, die der Übergeber beschreibt. Überlegen Sie, weshalb Sie sicher sind, das Unternehmen mit Erfolg fortführen zu können.

Bei der Unternehmensbewertung und zur Errechnung des Ertragswertes sind unter anderem folgende Punkte von Wichtigkeit:

Allgemeine Bewertungsgrundlagen

  • Art und Größe der betrieblichen Räumlichkeiten
  • Personalstruktur und -kosten
  • Produktions- und Organisationsstruktur
  • Personenbezogenheit des Unternehmenserfolges

Unternehmenswerte

  • Ergebnisse der Unternehmung (Umsatz, Rohgewinn, Gewinn)
  • Struktur der Unternehmung (Aufschlüsselung der Ergebnisse in Prozentzahlen)
  • Unternehmensentwicklung
  • Jährliche Personalkosten (inkl. mittlerem Jahreseinkommen und mittleres monatliches Gehalt pro Mitarbeiter)

Betriebsergebnis

  • Zurechnungen zum steuerlichen Gewinn
  • Kürzungen vom steuerlichen Gewinn
  • Zusammenfassung der betriebswirtschaftlichen Ergebnisse
  • Gewichtung der betriebswirtschaftlichen Ergebnisse
  • bisheriger gewichteter betriebswirtschaftlicher Unternehmenserfolg

Prognose der Ertragsentwicklung

Bei der Prognose der zukünftigen Ertragslage dienen Vergangenheitszahlen als Grundlage zur Hochrechung der zukünftigen Erträge. Um die Ertragsentwicklung zu prognostizieren, müssen Unternehmens- und Markterwartungen und -entwicklungen beurteilt werden.

Dazu zählen: branchenspezifische Besonderheiten, konjunkturelle Entwicklungen, Strukturwandel der Branche, Wettbewerbsverhältnisse, Marktstellung, Produktwertigkeit (Technik, Mode, Produktzyklus), Abnehmerstruktur, Lieferantenstruktur, Fertigungs- und Verfahrens-Know-how, Stand der Forschung und Entwicklung, Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter, Standortqualität, strukturelle Kosten- und Preisveränderungen auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten, Auswirkungen langfristiger Verträge und weitere Faktoren ähnlicher Art.

Ertragswert des Unternehmens

  • Entwicklung und Prognose in grafischer Darstellung
  • Kalkulationszinsfluss
  • Dauer der Kapitalisierung

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