Diverses Jesus als Superstar der Karwoche

Bei der Premiere riefen Kirchenvertreter noch zum Boykott auf, heute ist das Musical ein Welterfolg und Publikumsmagnet. Sogar bei Radio Vatikan liefen Stücke aus Jesus Christ Superstar schon über den Sender. Neu aufgelegt hat das Werk von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice jetzt die Staatsoperette Dresden - und nach erfolgreicher Premiere an der Elbe, präsentiert das Ensemble seine Produktion während der Karwoche in München.

Insgesamt sechsmal ist das Musical zwischen dem 17. und 22. März im Prinzregententheater der Bayrischen Landeshauptstadt zu sehen – präsentiert unter musikalischer Leitung von Michael Fuchs mit Chor, Ballet und Orchester. Dirk Zöllner, der als Jesus von Nazareth bei der Premiere in Dresden Kritiker und Publikum gleichermaßen überzeugte, spielt auch in München die Hauptrolle.

Inhaltlich geht es in dem Musical um die letzten Tage aus dem Leben von Jesus von Nazareth – erzählt aus der Perspektive des Judas Ischariot. Jede Szene dreht sich um einen anderen Tag und ist dementsprechend in einem anderen musikalischen Stil komponiert. Überhaupt ist die musikalische Qualität das herausragende Merkmal des Musicals – und Grund für den Welterfolg.

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Webber und Rice hatten auf aktuelle Musiktrends aus den sechziger und siebziger Jahre gesetzt: Rock, Pop, Soul, auch klassische Musikelemente haben sie verarbeitet. Auch einige Stars dieser Zeit erkannten den Wert der Musik. Der Deep-Purple Sänger Ian Gillan als Jesus und Murray Head als Judas machten die Lieder schon vor der Premiere des Stückes zu Verkaufsschlagern.

Bis heute klingen die Songs „Jesus Christ Superstar“ und „I don’t know how to love him“ bei vielen Musikfans in den Ohren, sie sind zu Meilensteinen der Rock- und Pop-Geschichte geworden. Auch die Kirche konnte sich dem Erfolg der Produktion nicht entziehen – und das obwohl Kirchenvertreter nach der Erstaufführung des Stückes in New York 1971 zum Boykott aufgerufen hatten. Doch die Musik der „Rockoper“ traf den Nerv einer ganzen Generation. Als Konsequenz nahm Radio Vatikan die Musik mit ins Programm auf.

Die aktuelle Produktion wird in München immer um 20 Uhr gespielt, Ausnahme ist der Karfreitag: Am 21. März beginnt die Vorführung schon um 15 Uhr. Die Karten kosten zwischen 29 und 69 Euro.

Ticketbestellung und weitere Informationen unter www.prinzregententheater.de

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