Diverses Junge Unternehmer: Wir kündigen den Generationenvertrag

Die drei Spitzenverbände der Jungen Wirtschaft haben in Berlin ein radikales Programm zur Reform der Alterssicherung präsentiert.

„Aufbruch Junge Wirtschaft“ – unter diesem Motto haben heute der
Bundesverband Junger Unternehmer (BJU), die Junioren des Handwerks und die
Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) ein gemeinsames Konzept zur
Alterssicherung vorgestellt. „Wir kündigen den bisherigen
Generationenvertrag“, so die Vorsitzenden Marcus Schneider, Thilo
Bräuninger und Thomas Emmerling, „um über einen neuen, zukunftssicheren
Generationenvertrag zu verhandeln.“

Politik und alle gesellschaftlichen Gruppen, Vertreter der alten und der
jungen Generation seien eingeladen, über diesen neuen
Generationenvertrag mit uns ins Gespräch zu kommen.

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Kernpunkt des Papiers: Die Schaffung eines Kombinationsmodells aus
Gesetzlicher Rentenversicherung sowie privater und betrieblicher Vorsorge
mit einem Altersvorsorge-Anteil von jeweils 50 Prozent. Als
„Solidaritäts-Beitrag“ der jungen Generation bieten die Verbände eine
Anhebung des tatsächlichen Renteneintrittsalters an. Abweichungen nach oben
oder unten müssten mit entsprechenden Zu- oder Abschlägen bewertet werden.

Als Beitrag der älteren Generation ist ein Verzicht auf jede weitere
Rentenerhöhung vorgesehen. Flankierend schlagen die Wirtschaftsvertreter
unter anderem eine Verkürzung der Ausbildungszeiten, Maßnahmen zur besseren
Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie ein Einwanderungsgesetz mit der
Verknüpfung von Aufenthaltsrecht und Arbeitserlaubnis vor.

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