Diverses Kampf gegen die Altersarmut bei Chefs

Die Regierung will Unternehmer besser vor Altersarmut schützen. Wie das gehen soll, verriet der grüne Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Rezzo Schlauch, im impulse-Gespräch.

Schlauchs Ansatz: Künftig sollen Kapitalanlagen von Unternehmern wie etwa
Lebensversicherungen oder Immobilien bei einer Firmenpleite bis zu einer
bestimmten Grenze nicht mehr pfändbar sein.

Gerade Lebensversicherungen und Immobilien sind für Mittelständler aber
unverzichtbare Sicherheiten bei der Beschaffung von Kapital. Schlauch räumte
ein, dass die Kapitalbeschaffung in Einzelfällen tatsächlich schwieriger
werden könnte. Dem will er begegnen, indem nur ein Teil des Vermögens vor
dem Zugriff der Bank geschützt wird. „Wir werden eine ausgewogene Grenze
ziehen, die die Kreditwürdigkeit erhält. Der Gläubiger darf nicht im Regen
stehen, der Unternehmer aber auch nicht“, erklärte Schlauch. Er könne
allerdings noch keine konkrete Summe nennen, bis zu der Chef-Vermögen
künftig unantastbar blieben.

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Befürchtungen, seine Initiative könnte in eine Zwangsrente für Chefs münden,
trat der Staatssekretär vehement entgegen: „Ich plane definitiv keine
Zwangsrente für Selbständige.“

Das komplette Interview finden Sie im aktuellen Impulse-Heft (03/2003)

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