Diverses Kämpfernaturen

Außergewöhnliche Unternehmerpersönlichkeiten erhalten 2006 wieder die Auszeichnung "Mutmacher der Nation". Gesucht werden Firmenchefs, deren Arbeit beispielhaft für die Leistungen des Mittelstands sind und die anderen als Orientierung dienen können, wie außergewöhnliche Herausforderungen zu bewältigen sind. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert.

Aufgeben? Für Volker Schubert ist dies ein Fremdwort. Denn der 44-Jährige aus Uetz in Sachsen-Anhalt ist Unternehmer durch und durch: „Schon mit 16 war für mich klar: Ich mache mich selbständig.“

Der Haken: Damals lag Uetz noch in der DDR, freies Unternehmertum galt in der sozialistischen Planwirtschaft als suspekt und politisch nicht korrekt. Doch Volker Schubert mochte sich nicht anpassen, wollte kein SED-Parteibuch, das für den Elektroinstallateur Voraussetzung für eine Karriere als Bauleiter gewesen wäre. Schubert wollte nur eines: „Auf eigene Rechnung arbeiten – koste es, was es wolle.“

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Und er schaffte es. Unzähligen Behördengängen, endlosen Formularkriegen und jeder Menge Anfeindungen zum Trotz. Und immer im Kampf gegen sein eigenes Handikap – Schubert hatte 1979 bei einem Motorradunfall ein Bein verloren. Heute führt er zwei Elektroinstallations­unternehmen mit insgesamt 140 Beschäftigten, arbeitet sechseinhalb Tage in der Woche und sagt ganz einfach: „Das macht doch Spaß.“

Ganz klar: Volker Schubert ist ein Mutmacher. Nicht irgendeiner. Sondern der „Mutmacher der Nation“. Diesen Titel verlieh ihm die Jury des gleichnamigen Wettbewerbs, den die
Telefonbuch-Verlegergemeinschaft Das Örtliche, der Verband der deutschen Bürgschaftsbanken und impulse 2005 zum zweiten Mal vergaben.

„Auf derartigen Kampfgeist und Leistungswillen sind wir mehr denn je
angewiesen“, lobte der Ministerpräsident
a. D. und Jenoptik-Aufsichtsratsvorsitzende
Lothar Späth, gemeinsam mit Niedersachsens Regierungschef Christian Wulff Schirmherr
des Wettbewerbs.

Fast 1400 Bewerbungen zählten
die Organisatoren, und damit mehr
als doppelt so viele wie in der ersten
Runde. Dennoch stellt Christian Sutter,
Vorsitzender der Telefonbuch-Verlegergemeinschaft, fest: „Mittelständler
sind ungeachtet ihrer Bedeutung
für den Standort Deutschland
bescheiden – sie werden in der Öffentlichkeit
viel zu wenig wahrgenommen.“

Der Wettbewerb ist mit insgesamt
50.000 Euro dotiert. Doch ums
Geld geht es eigentlich keinem der
Teilnehmer. Nach der Gala gestand
Schubert: „Der Beifall des Publikums
bei der Preisverleihung war für mich
die größte Anerkennung.“

Der Wettbewerb: So nehmen Sie teil

Gesucht werden Unternehmer, deren Arbeit beispielhaft für die Leistungen des Mittelstands sind und die anderen als
Orientierung dienen können, wie außergewöhnliche Herausforderungen
zu bewältigen sind.

Über die Preisvergabe entscheidet eine prominent besetzte Jury: Christian Wulff, die Unternehmer Susanne Birkenstock und Peter Dussmann, die Publizistin Professor Gertrud Höhler, Hans-Herbert Strombeck als Vorstandsvorsitzender des Verbands der Bürgschaftsbanken,
Karsten Marquardsen, Geschäftsführer der Marketinggesellschaft Das Örtliche.
Die Bewerbungsfrist läuft bis einschließlich 20. September 2006.

Die Bewerbungsunterlagen können Sie im Internet abrufen unter der Hompage: www.mutmacherdernation.de

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