Diverses Kardamon und Kokosnüsse

Tief im Südwesten Indiens, am Arabischen Meer, liegt die Region Kerala. Sie zählt zu den kleinsten Bundesstaaten Indiens - und ist Gewürzkiste, Tigerreservat, Elefanten- und Reisland, Kaffee- und Teeplantage, Bergwelt, Kokospalmenwald, Wasserstraßen-Netz und Strand in einem.

In Kerala sind das Bildungsniveau und der Lebensstandard höher als in anderen Landesteilen. Dank der landschaftlichen und kulturellen Vielfalt und guter touristischer Infrastruktur gehört Kerala zu Indiens beliebtesten Urlauberzielen. Hindu-Tempel, Moscheen, Kirchen und in der Hafen- und Handelsstadt Cochin auch Kolonialhäuser und das alte Judenviertel mit Synagoge gehören zum historischen Erbe des Landes.

Die Fährfahrt von Alapphuza nach Kottayam dauert zweieinhalb Stunden. Der Trip kostet 10 Rupien, knapp 20 Cent. Die Strahlen der untergehenden Sonne lassen das Wasser des Sees und auf den Reisfeldern glitzern. Die Fähre tuckert durch tropisches Grün, vorbei an kleinen Lastkähnen, Einbäumen von Fischern und Hausbooten. Rinder rupfen am Ufer saftiges Gras. Frauen hängen Wäsche auf. Männer reparieren Netze. Kinder plantschen im Wasser.

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Dreieinhalb Stunden braucht der betagte Bus für die 110 Kilometer von Kottayam nach Kumily zum Periyar Park. Bei manchen Steigungen und Haarnadelkurven muss der Fahrer in den ersten Gang zurückschalten. Er stoppt immer dann, wenn jemand am Straßenrand winkt. Viele Berghänge sind von sattgrünen Kaffeeplantagen bedeckt. Mancherorts duftet es nach Gewürzen. Plantagen locken zum Kauf von Zimt, Kardamom, Koriander, Sternanis, Ingwer und Pfeffer.

Wer im Periyar Park mit einheimischem Führer wandert, sieht manchmal zumindest die Fußspur eines Tigers. Etwa 50 sollen hier noch leben. Die meisten Parkbesucher bevorzugen eine Bootsfahrt über den See. Nun recken alle ihren Kopf nach rechts. 50 Finger zeigen nach oben zum Hügel. Zwei Elefanten verharren dort fast regungslos. Auch verschiedene Affenarten, Wildschwein, Sambahirsch und Kormoran haben hier ihr Zuhause.

Spektakulär ist der Blick vom „Taj Malabar“ im fünf Autostunden entfernten Cochin, einer Stadt mit Inseln und Meeresarmen. Das Hotel der Nobelklasse – Zimmer ab 120 Euro – liegt an der Spitze von Willingdon Island. Vom fünften Stock aus sieht der Gast Fähren, Fischerboote, Frachtschiffe und die Hochhäuser des modernen Stadtteils Ernakulam auf dem Festland, Teile von Fort Cochin und des ehemals jüdischen Viertels Mattancherry.

Wer Reinheit und Harmonie für Umwelt, Körper und Seele möchte, kann in einem ehemaligen Maharadscha-Palast sein Haupt betten und authentische Ayurveda-Heiltherapie genießen. Etwa 50 Mitarbeiter im „Kalari Kovilakom“ umsorgen die Gäste. Internetanschluss und antike Möbel gibt es in den Zimmern, aber weder Alkohol noch Tee, Kaffee, Fleisch, Fisch oder Eier in Küche und Restaurant. „Unsere Gäste sind gut vorbereitet und wissen das“, erläutert Jouhar Kanhirala. Besonders Deutsche sind nach den Worten des Arztes im Ursprungsland von Ayurveda an authentischer Behandlung interessiert. Dafür zahlen die Gäste in dem Palast pro Tag einschließlich gesunder Kost und Logis 300 Euro.

Für einen Badestopp in Kerala eignen sich die Strände von Kovalam, 15 Kilometer von Trivandrum, heute Thiruvananthapuram, entfernt. Der Lighthouse Beach mit Hotels für jeden Geldbeutel ist im Winter weiter und attraktiver als im Sommer. Dann peitscht oft der Regen, und mächtige Wellen spülen Sand ins Meer.

Weitere Informationen:

Indisches Fremdenverkehrsamt

Baseler Straße 48

60329 Frankfurt

Tel.: 069/242 94 90

E-Mail: info@india-tourism.com

www.keralatourism.com, www.india-tourism.com

(Bernd Kubisch / gms)

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