Diverses Kaviar zu Silvester

Ein paar Löffelchen Kaviar gehören bei vielen zur Tradition rund um den Jahreswechsel. Doch dieses Jahr müssen die Kaviar-Afficionados tief in die Tasche greifen. Um bis zu 25 Prozent werden die Preise für die Störeier aus dem Kaspischen Meer steigen. Deshalb bringt der Handel preiswertere Alternativen ins Angebot.

Die Weltproduktion von Kaviar ist in den letzten 20 Jahren um 40 Prozent gesunken. Am drastischsten war der Rückgang in den Anrainerstaaten des Kaspischen Meers Iran, Aserbaidschan und Russland, wo die begehrten Sorten Beluga, Osetra und Sevruga geerntet
werden. Das schlägt sich in den Preisen nieder.

Der Geschäftsführer der deutschen Caviar House GmbH, Frank Brömmelhaus, rechnet zum Jahreswechsel mit einem Anstieg der Preise um bis zu 25 Prozent. Ein 50-Gramm-Döschen des seltenen Beluga wird dann bei 270 Euro liegen. Für die
gleiche Menge Osetra muss man mit 140 Euro rechnen. Doch es gibt preiswertere Alternativen. Caviar House empfiehlt französischen Kaviar.

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Seit 1921 wird in Frankreich Kaviar vom sibirischen Stör geernet. Emile Prunier, der Inhaber des berühmten gleichnamigen Restaurants in der Avenue Victor Hugo in Paris, etablierte
den Störfang in der Gironde. Der französische Kaviar hat anthrazitfarbenes bis bräunliches Korn. Sein Aroma ist mild. Der Handelspreis für 50
Gramm Kaviar der Marke Prunier Classic liegt bei 104,40 Euro.

Von Kaviar, der ab 2005 in deutschen Aqua-Kulturanlagen geernet werden soll, raten die Kaviarexperten der renommierten Handelshäuser wie AKI, Caviar House oder Dieckmann & Hansen eher ab. Kenner geben auch bei hohen Preisen in der Regel eindeutig dem Wildkaviar den Vorzug, da Störeier aus Aqua-Kulturanlagen nie die geschmackliche Vielfalt und die Tiefe des echten Kaviars erreichen.

Weitere Infos: www.caviar-house.com

Weitere Meldungen aus dem Privat-Ressort können Sie in der impulse-Ausgabe 12/2004, Seite 130, nachlesen.

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