Diverses Kfz-Haftpflichtversicherung

Kfz-Haftpflichtversicherung

Kfz-Haftpflichtversicherung

Jeder Autofahrer braucht eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Wann sie zahlt und wonach sich die Prämie bemisst, lesen Sie hier. Außerdem bieten wir Ihnen einen Tarifrechner, mit dem Sie Ihren persönlichen Testsieger berechnen können.

Eine Auto-Haftpflicht braucht jeder. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Versicherung springt ein, wenn ein Autofahrer einen Unfall verursacht hat und dem Unfallopfer dann Schadenersatz leisten muss. Die Police gilt für Personen- ebenso wie für Sach- und Vermögensschäden. Für Schäden am eigenen Fahrzeug kommt sie nicht auf.

In der Kfz-Haftpflicht gilt ein so genannter Kontrahierungszwang, das heißt die Gesellschaften müssen ein Auto versichern, wenn der Halter es verlangt. Sie dürfen den Schutz allerdings auf die Höhe der vorgeschriebenen Mindestdeckungssummen begrenzen. Zurzeit liegen diese in Deutschland bei 2,5 Millionen Euro, wenn eine Person verletzt oder getötet wird und bei 7,5 Millionen Euro, sofern drei oder mehr Personen betroffen sind. Darüber hinaus müssen für Sachschäden bis zu 500.000 Euro übernommen werden und für Vermögensschäden bis zu 50.000 Euro.

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Die Versicherungsprämien berechnen sich seit Mitte 1996 nicht mehr nach der Motorleistung, sondern nach der Unfallwahrscheinlichkeit eines bestimmten Automodells. Entsprechend wird das Auto in eine bestimmte Typklasse eingestuft. Darüber hinaus hängt die Prämienhöhe auch von der jeweiligen Regionalklasse eines Autos ab, von der Anzahl der unfallfrei gefahrenen Jahre des Autohalters („Schadenfreiheitsklasse“) und anderen Merkmalen des Fahrers.

Typklassen:

Je nach Unfallwahrscheinlichkeit wird ein Auto in eine bestimmte Typklasse eingestuft. Die vergebenen Typklassen liegen zwischen 10 und 25. Besonders preiswert ist beispielsweise der Audi A2 (Typklasse 11), teuer sind der Mitsubishi V60, BMW X5 Diesel, BMW 745i (Typklasse 24). Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) analysiert für das Typklassenverzeichnis eigenen Angaben zufolge die Schadensdaten von 36 Millionen Personenwagen. Das Verzeichnis wird jährlich, meistens zum Oktober, aktualisiert. Sie finden es im Internet unter www.typklasse.de.

Informieren Sie sich auf Seite 2 über Regionalklassen, Schadenfreiheitsklassen, weitere Rabatte und Ihren persönlichen Testsieger.

Regionalklassen:

Für die Regionalklassen haben die Versicherer das Bundesgebiet in insgesamt 445 Zulassungsbezirke eingeteilt. Aus diesen ergeben sich entsprechend der jeweiligen Unfallhäufigkeit die so genannten Regionalklassen. Am preiswertesten fahren in der Kfz-Haftpflicht zum Beispiel die Einwohner des Kreises Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders tief in die Tasche greifen müssen hingegen die Autofahrer des Landkreises Suhl.

Schadenfreiheitsklassen:

Je länger ein Fahrer keinen Unfall verursacht, desto höher wird seine Schadenfreiheitsklasse („SF-Klasse“). Damit verbunden ist eine sinkende Prämie. Die Versicherer können dabei selbst entscheiden, wie viele unfallfreie Jahre für eine bestimmte Schadenfreiheitsklasse nötig sind. Den niedrigsten Beitragssatz gewähren die Gesellschaften häufig nach 20 oder 25 unfallfreien Jahren. Dann liegt die Prämie zum Beispiel bei noch 25 Prozent der Basisprämie. In Deutschland hat etwa jeder fünfte Autofahrer die günstigste Schadenfreiheitsklasse erreicht.

Rabatte:

Die Autoversicherung gilt in der Branche als Türöffner für andere, lukrativere Versicherungsprodukte, zum Beispiel private Unfallversicherungen. Nicht zuletzt aus diesem Grund setzte vor einigen Jahren ein scharfer Wettbewerb um niedrige Kfz-Versicherungs-Prämien ein. Die Preisoffensive kam dabei in erster Linie den so genannten „guten Risiken“ zugute, also Kundengruppen, die als wenig unfallträchtig gelten. Ihnen gewähren die Gesellschaften auch heute noch unzählige Rabatte, etwa für Wenigfahrer, Garagenbesitzer, Frauen, Bahncard-Besitzer und so weiter. Für die Verbraucher gilt allerdings: Unternehmen mit vielen Rabatten sind nicht zwangsläufig die preiswertesten. Eine Gesellschaft, die zwar kaum Rabatte hat, aber von niedrigen Grundpreisen ausgeht, kann unter dem Strich günstiger sein.

Persönlichen Testsieger selbst errechnen:

Einfache Top-Ten-Listen der besten Anbieter gehören leider der Vergangenheit an. Das differenzierte Rabattsystem der Gesellschaften führt dazu, dass sich für den einen ein bestimmtes Angebot lohnt, für den anderen nicht. Aus diesem Grund sollten Kunden immer ihren persönlichen Testsieger ermitteln.

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