Diverses Kino im Kopf

Der Komiker Hape Kerkeling mag das Außergewöhnliche. Jüngstes Ergebnis seiner künstlerischen Experimentierfreude: ein Hörbuch mit dem Titel "Ein Mann, ein Fjord", das Kerkeling selbst als "Spielfilm für's Ohr" bezeichnet. Dabei geht es weniger um Anspruch und Bildung - auch, wenn mancher Zwischenton durchaus kritisch wirkt - als um Kerkelings humoristische Interpretation der Ruhrpott-Wirklichkeit. Bestens geeignet als amüsanter Zeitvertreib.

„Ein Mann, ein Fjord“ erzählt die Geschichte von Norbert Krabbe, einem arbeitslosen Bürokaufmann aus Wanne. Um seine knappe Haushaltskasse aufzubessern, nimmt er leidenschaftlich gern an Preisausschreiben teil. Dort gewinnt er eines Tages einen eigenen Fjord in den Lofoten, der ab jetzt den Namen „Norbert-Krabbe-Fjord“ tragen soll.

Natürlich will Krabbe seinen Gewinn mit eigenen Augen begutachten, doch er weiß nicht, wie er ohne Geld und Auto nach Norwegen kommen soll. Erschwerend kommt hinzu, dass ihm schon beim S-Bahn-Fahren schlecht wird. Diese Nöte macht der Mann aus dem Ruhrpott durch originelle Ideen wett …

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Die Geschichte hat Hape Kerkeling gemeinsam mit den Autoren Angelo Colagrossi und Angelina Maccarone erdacht. Alle zwölf Charaktere in der Geschichte spricht Kerkeling selbst – die Regieanweisungen, den Erzähler und einen norwegischen Schlittenhund eingeschlossen. „Die Arbeit hat sehr viel Spaß gemacht, war aber auch enorm anstrengend“, sagt der Komiker, „eine schauspielerisch-künstlerische Herausforderung, der ich mich ganz und gar gestellt habe. Ob die Übung gelungen ist, entscheiden jetzt die Hörer.“

Das Hörbuch „Ein Mann, ein Fjord“ umfasst zwei CDs mit einer Gesamtlänge von etwa zweieinhalb Stunden. Es ist im Label „Tacheles“ erschienen und kostet rund 20 Euro.

Hörprobe

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