Diverses Klamme Kassen, pralle Aufträge

Clevere Kommunen lassen öffentliche Gebäude von Privatfirmen betreiben. Für viele ein lukratives Geschäft.

Rückläufige Umsätze in der Baubranche? Ortwin Goldbeck (Foto, li.) kann darüber nur lächeln. Der ge­­­schäftsführende Gesellschafter der Goldbeck GmbH aus Bielefeld verdient immer noch gutes Geld. Mit Pub­lic-Private-Partnership-(PPP)-Bau­­vor­haben. Sein neuester Coup: Für die Stadt Münster baut er für 18 Millionen Euro drei Turnhallen.

Das PPP-Geschäftsmodell ist relativ simpel. „Ein privater Bauunternehmer baut, finanziert und bewirtschaftet ein öffentliches Bauvorhaben“, erläutert Fritjof Sachs. „Dafür erhält der Unternehmer ein zuvor festgelegtes Entgelt vom öffentlichen Auftraggeber“, so der Berater weiter. Mit seiner Firma BBD-Berliner Beratungsdienste gehört er zu den Top-Spezialisten im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern. Er berät sowohl diese als auch private Unternehmen bei PPP-Verhandlungen.

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Im Unterschied zu Privatisierungen bleibt bei solchen Maßnahmen das Bauobjekt immer Eigentum des staatlichen Auftraggebers. Doch erst mit Ablauf des PPP-Vertrags – meist nach 15 bis 30 Jahren – kann der öffentliche Partner voll und ganz über das Objekt verfügen.

Auf diese Form der öffentlichen Auftragsvergabe setzen immer mehr Städte. Das ergab eine aktuelle Umfrage von impulse. Vorteil: Von diesem Modell profitieren die Privatwirtschaft und der Staat. Den Bauunternehmen bringt es lukrative Aufträge und über Jahre feste Einnahmen, bei den staatlichen Auftraggebern werden die Investitionskosten für öffentliche Bauprojekte nicht auf einen Schlag fällig. Das schont das Staatssäckel.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 06/2005, Seite 50, nachlesen.

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