Diverses Klare Vorteile für Gründer

Weniger Kapital, Bürokratie und Steuer - die neue GmbH wird attraktiver.

„Die GmbH wird eine moderne, schlanke Rechtsform für den Mittelstand“, verspricht Brigitte Zypries.

Dazu hat die Bundesjustizministerin Ende Mai einen Gesetzentwurf vor­gelegt. Tatsächlich erleichtern die neuen Vorschriften die Gründung der Kapitalgesellschaft. Sie funktioniert künftig einfacher, schneller und preiswerter. Das macht die neue GmbH vor allem für Existenzgründer attraktiv. Zypries: „Eine echte Alternative zur britischen Limited.“

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Die wichtigsten Änderungen:

Kapital: Generell ist statt 25 .000 Euro nur noch ein Mindeststamm­kapital von 10 .000 Euro erforderlich. Jeder Geschäftsanteil muss auf
mindestens einen Euro lauten.
Bisher waren es jeweils 100 Euro.

Mini-GmbH:Wem 10. 000 Euro noch zu viel sind, gründet eine sogenannte Unternehmergesellschaft – eine GmbH-Variante, die am Start ohne Mindeststammkapital auskommt. Das ist durch thesaurierte Gewinne nach und nach anzusparen.

Bürokratie: Bei Standardgründun­gen (Bareinlage, höchstens drei An­teils­eigner) kann man einen
Mustergesellschaftsvertrag übernehmen. Das spart den Gang zum Notar. Außerdem gibt es ein Muster für die Anmeldung im Handelsregister.
GmbHs dürfen bereits ins Handels­register eingetragen werden und starten, obwohl staatliche Genehmigungen noch fehlen, etwa bei Handwerks- oder Restaurantbetrieben.

Ausland: Deutsche Firmen können Auslandstöchter als GmbH führen.
Dies alles kommt auch gestandenen mittelständischen Firmenchefs zupass, die derzeit aus steuerlichen Gründen über einen Rechtsformwechsel nachdenken. Denn GmbHs zahlen ab 2008 für Gewinne nur noch rund 30 Prozent statt wie bisher 40 Prozent. Einzelunternehmer und Personengesellschafter dagegen in der Spitze bis zu 45 Prozent.

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