Diverses Konjunkturpaket sorgt für höhere Nachfrage

Die Stimmung bei freischaffenden Architekten ist so gut wie seit 15 Jahren nicht mehr. Staatliche Bauprogramme und private Häuserbauer bescheren der Zunft gute Zahlen.

Zu Beginn des vierten Quartals 2009 besserte sich das Geschäftsklima bei den Architekten und lag damit erstmals seit Frühjahr 1995 wieder im positiven Bereich. Das teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) mit. Etwa 36 Prozent der Befragten beurteilten ihre Geschäftslage als gut. Nur 24 Prozent schätzten die wirtschaftliche Situation als schlecht.

Die Architekten profitieren von der stärkeren Nachfrage im öffentlichen Bau, die vom Konjunkturprogramm der Bundesregierung angekurbelt wird. Allein im dritten Quartal stieg das geschätzte Bauvolumen aus neu abgeschlossenen Verträgen um knapp zehn Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Verglichen mit dem niedrigen Niveau der Jahre 2003 bis 2005 habe sich das Volumen mehr als verdoppelt, sagten die Forscher. Auch die Nachfrage nach Ein- und Zweifamilienhäusern zog demnach an. Schlecht liefen dagegen die Geschäfte im gewerblichen Bau.
Der Auftragseingang lag nach Einschätzung der Ifo-Experten nur noch bei einem Drittel des Spitzenwerts von 2006.

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