Diverses Konsumklima bleibt robust

Shoppen gegen die Krise: Deutschlands Konsumenten zeigen sich dem schweren Abschwung zum Trotz in erstaunlich guter Kauflaune. Doch die Ausfälle aus dem Exportgeschäft kann die Binnennachfrage nicht ausgleichen.

Die Stimmung der Verbraucher sei auch im April stabil geblieben, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Montag in Nürnberg mit. Die Kauflaune sei weiterhin überdurchschnittlich gut. Neben der niedrigen Inflation regten auch Anreize wie die Abwrackprämie die Verbraucher zum Konsum an.

Die Erwartungen an die Konjunktur stiegen sogar leicht an, ebenso die Einschätzung der eigenen Einkommensaussichten. „Die Konsumenten trotzen nach wie vor den negativen Meldungen über Einbrüche bei Auftragseingängen und Produktion“, teilte die GfK mit. Jedoch werde die Binnennachfrage die drastischen Rückgänge bei Export und Investitionen allenfalls etwas abfedern, aber bei weitem nicht kompensieren können.

Anzeige

Die größte Gefahr droht dem Konsumklima nach Ansicht der GfK vom Arbeitsmarkt. Wenn die Kurzarbeit ausgereizt sei, ehe es zu einer konjunkturellen Trendwende komme, werde es weitere Entlassungen geben. Dies würde das Konsumklima schwer belasten.

Derzeit profitiert die Konsumlaune nach GfK-Angaben vor allem von der niedrigen Inflationsrate, die in erster Linie auf sinkende Preise bei Energie und einigen Nahrungsmitteln zurückzuführen sei. „Dies stärkt die Kaufkraft der Konsumenten“, hieß es. Auch die Rentenerhöhung habe stabilisierende Wirkung. Neben der moderaten Preisentwicklung sorgten zudem die finanziellen Anreize aus dem zweiten Konjunkturpaket für eine konstante Kaufneigung.

Die GfK-Daten wurden vor den jüngsten Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute ermittelt, die einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um sechs Prozent vorhersagen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...