Diverses Krisensicher wie Gold(bärchen)

Am Wochenende präsentierte der Bonner Süßwarenkonzern Haribo gute Umsatzzahlen. Von Krise also keine Spur. Was ist das Erfolgsrezept des Familienunternehmens, fragt impulse-Redakteur Alexander Mayerhöfer. Eine Bestandsaufnahme.

Familienunternehmen sind immer besonders, Haribo aber ist speziell. Wer den Bonner Süßwarenkonzern seit Jahren beobachtet, dem erscheinen die offenen Worte von Firmenpatriarch Hans Riegel an diesem Wochenende wie ein Wunder. Erst einmal, dass der 85 Jährige überhaupt in der Öffentlichkeit auf der Internationalen Süßwarenmesse in Köln spricht – und dann auch noch mit Journalisten über Umsatzzahlen. Haribo rührt mit Thomas Gottschalk als Werbeträger zwar seit vielen Jahren kräftig die Werbetrommel für die Gummibärchen, Anfragen zu Firmeninterna schmetterte das Familienunternehmen jedoch stets ab wie eine mittelalterliche Trutzburg.

Der Umsatz der Bonner wird in diesem Jahr „irgendwo zwischen 1,7 und zwei Milliarden Euro liegen“, sagt Haribo-Chef Riegel. Die Geschäfte laufen gut, die Gummibärchen ziehen geschlossen an der Krise vorbei. Kein Wunder, dass der Unternehmer seine 5000 Mitarbeiter beruhigt, sie bräuchten sich keine Sorgen um ihre Arbeitsplätze zu machen. Doch was macht den Erfolg des Mittelständlers aus, was ist sein Geheimrezept? „Seit über 50 Jahren finanzieren wir unser gesamtes Wachstum aus dem Cashflow“, erklärt der Firmenchef. Seit einem halben Jahrhundert habe er keinen Kredit mehr bei einer Bank aufgenommen. Und somit war es auch nie eine Frage, wer bei Haribo Herr im Hause ist. „Bei uns hatten die Kreditinstitute nie etwas zu sagen.“

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