Diverses Kunden als Produktentwickler

Clevere Firmen haben einen neuen Weg gefunden, über den sie kostengünstig an Innovationen kommen: Kundeneinbindung per Internet.

Bei der Entwicklung neuer
Produkte kann die Profine
GmbH im rheinischen Troisdorf jederzeit
und kostenlos auf 2500 erstklassige
Experten zugreifen: Architekten,
Bauherren, Bauunternehmer,
Wohnungsbesitzer und Mitarbeiter.
Die bewerten via Internet von dem
Spezialisten für Kunststoffprofile entwickelte
Fensterkonstruktionen auf
funktionalen Nutzen, Attraktivität
und Marktakzeptanz. Oder kreieren
völlig neue Produktideen.

„Uns steht damit ein Expertenstab wie in einem Großunternehmen zur Verfügung“,
sagt Profine-Innovationsmanager Frank Suthoff . Erfolgsbilanz: Umsatz in 2004 rund 680 Millionen Euro – ein Plus von knapp sechs Prozent, 3750 Mitarbeiter weltweit, Markt- und Innovationsführer in der Branche.

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Profine setzte schon früh auf ein
neues Innovationsinstrument, das
wirklich jeder Unternehmer nutzen
kann – auf die virtuelle Kundeneinbindung
per Internet. Sie bietet Firmen
drei große Vorteile. Erstens:
Chefs kommen schnell und effizient
an Kundeninformationen. Zweitens:
Per Web lassen sich kostengünstig
viele Kunden befragen. Drittens:
Multimediatechnik präsentiert Produktideen
so, als würden sie schon
real existieren.

„Mit einer virtuellen Kundeneinbindung sparen Firmen bei der Produktentwicklung gewaltig
an Kosten und Zeit“, bestätigt auch
Cornelius Herstatt, Professor für
Technologie und Innovationsmanagement
an der Technischen Universität
Hamburg-Harburg.

„Kundeneinbindung ist generell ein wichtiger Bestandteil für die Innovationskraft eines Unternehmens“, sagt Professor Holger Ernst, Spezialist für Innovations- und Technologiemanagement an der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU) in Vallendar.

Eine von der WHU gemeinsam mit der
Uni Innsbruck erstellte Studie zeigt,
dass zwei Drittel aller Firmen bei Ideengenerierung und Konzeption neuer
Produkte Konsumenten oder Geschäftspartner mit einbeziehen. Gängige Verfahren für den Dialog sind beispielsweise Workshops mit etwa zehn so genannten Lead Usern, also
besonders engagierten Kunden, die
sich mit der Materie auskennen und
ein gutes Gespür für künftige Entwicklungen
mitbringen.

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Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 03/2005, Seite 42, nachlesen.

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