Diverses Kurzarbeit ist keine Dauerlösung

Bleiben, bleiben, rausschmeißen: Jede dritte Firma in Deutschland wird um Entlassungen nicht umhin kommen, besagt eine Umfrage. Vor allem in der Produktion sind Jobs gefährdet, Führungspositionen hingegen relativ sicher.

Jedes dritte deutsche Unternehmen wird wegen der Wirtschaftskrise bald Mitarbeiter entlassen, besagt eine Umfrage der Personalberatung Kienbaum unter mehr als 500 Unternehmen. In erster Linie betroffen sind Jobs in der Verwaltung (29 Prozent der Befragten), gefolgt von der Produktion (25 Prozent). Auch Hilfsarbeiter (24 Prozent) müssen zittern, während die Arbeitsplätze von Führungskräften (acht Prozent) und Spezialisten (14 Prozent) weniger stark gefährdet sind.

Am häufigsten einigen sich Unternehmen und Mitarbeiter auf Aufhebungsverträge mit Abfindungen. 32 Prozent der Mitarbeiter nutzen die Chance, wenn das Unternehmen bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber beratend zur Seite steht. Dies kommt Firmen zugute, wenn sie wegen der Entlassungen einen Schaden für das Image befürchten. „Wenn der Abbau unabdingbar geworden ist, versuchen die Unternehmen alles, diesen so reibungslos wie möglich zu gestalten,“ sagt Kienbaum-Geschäftsführer Jochen Kienbaum.

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57 Prozent der Unternehmen hoffen immer noch, Entlassungen zu vermeiden. Sie sparen Personalkosten mit anderen Mitteln ein. Viele hoffen auf die natürliche Fluktuation, 39 Prozent wollen externe Zeitarbeitsplätze nicht wieder besetzen, und 34 Prozent erwarten von den Mitarbeitern, Überstunden abzubauen. Lediglich 22 Prozent nutzen oder planen Kurzarbeit.

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