Diverses Lafontaines Rentenbescheid

Alexander Mayerhöfer, stellv. Chefredakteur impulse

Alexander Mayerhöfer, stellv. Chefredakteur impulse© Rudolf Wichert

Die aktuelle Krise an den Finanzmärkten interessiert Oskar Lafontaine nicht. Im Gegenteil: Während andere nach Lösungen suchen, überrascht der Parteichef der Linken mit einer unglaublichen Forderung. Ein Grund mehr, Lafontaine endlich in den Ruhestand zu schicken, sagt impulse-Redakteur Alexander Mayerhöfer.

Ein Freudentag, zumindest für Oskar Lafontaine. Denn der feiert heute seinen 65. Geburtstag. Eigentlich eine passende Gelegenheit für den Kämpfer gegen Hartz-IV und Rente mit 67, selbst als leuchtendes Vorbild voranzugehen – und sich auf sein Altenteil in sein schickes Haus bei Saarlouis zurückzuziehen. In vielen Familienunternehmen funktioniert das bestens: Wird der Vorstandsvorsitzende 60 oder 65 räumt er automatisch den Chefsessel und macht Platz für Jüngere. Aber mit erfolgreichen Familienunternehmen hat der Parteichef der Sozialisten ja ohnehin Probleme.

Während sich an den Börsenplätzen weltweit dramatische Szenen abspielen und die Politik Antworten sucht, wie die Krise in den Griff zu bekommen ist, tönt der Linken-Chef: „Enteignet Schaeffler“. Maria-Elisabeth Schaeffler und ihr Sohn Georg, die mit ihrem fränkischen Automobilzulieferer vor wenigen Wochen den Dax-Konzern Continental übernommen haben, zählen zu den reichsten Deutschen. Das darf nicht sein, meint der Linkspolitiker. In einer Diskussion mit impulse-Herausgeber und Capital-Chefredakteur Klaus Schweinsberg erklärt Lafontaine, die großen Vermögen vieler Familienunternehmer seien „grundgesetzwidrig“ (Das Video zur Diskussion finden Sie hier). „Kein Mensch“, so die krude Logik Lafontaines, könne „in seinem Leben zehn Milliarden Euro auf verfassungsgemäße Weise anhäufen“. Die Erkenntnis allerdings erstaunt: Was ein Einzelner in seinem Leben an Gutem wie Schlechtem bewirken kann, sollte der Ex-SPD-Parteichef-Bundesfinanzminister-Saarland-Ministerpräsident-Schröder-Freund-und-Scharping-Alptraum doch selbst am besten wissen. Der neuerliche Ausfall zeigt nur: es ist höchste Zeit für Oskars Rentenbescheid.

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