Diverses Landschaften im (Klima-)Wandel

Riesige Eisberge, in Schönheit erstarrt. Gestein, zerklüftet und geformt in Millionen von Jahren und Pflanzen, zart und verletzlich. Der Bildband "Verschwindende Landschaften" stimmt melancholisch. Vielleicht auch, weil der Leser ahnt, dass derart portraitierte Kunstwerke künftig nicht mehr in natura, sondern nur noch auf Fotos zu bewundern sind. Es ist ein Abschiedgruß.

Die globale Erwärmung lässt das Eis in der Antarktis schmelzen, der CO2-Ausstoß und die Brandrodung minimieren die Wälder, Flüsse sterben durch Industrieverschmutzung, Wiesen weichen Städten als Folge des Bevölkerungswachstums. Die Natur ist im Wandel. Oder deutlicher formuliert: Die Natur ist in Gefahr. Und genau mit dieser Bedrohung haben sich die Fotokünstler des Bildbandes „Verschwindende Landschaften“ auseinandergesetzt – und stellen ihre verschiedenen Standpunkten gegenüber.

Schonungslose Aufklärung oder Verklärung der Natur? Die international bekannten Fotografen wie Robert Adams, Edward Burtynsky, Hiroshi Sugimoto, Joel Sternfeld oder Thomas Struth haben ihre eigenen Antworten gefunden. Sie präsentieren auf 200 Seiten ihre Landschaften als Hommage an die Romantik oder als neutrale Dokumentation eines Landschaftsausschnittes im Wandel der Zeit. Einige der gut 140 farbigen Abbildungen haben die Künstler exklusiv für das Buch produziert. Sie werden hier zum ersten Mal veröffentlicht.

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Herausgeberin der eindrucksvollen Sammlung ist die Journalistin und Galeristin Nadine Barth. Der Bildband „Verschwindende Landschaften“ erscheint im Dumont Verlag und kostet 49,90 Euro. Erstverkaufstag ist der 13. März.

Mehr Informationen unter www.dumontverlag.de.

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