Diverses Länger arbeiten ohne Lohnausgleich

Länger arbeiten ohne Lohnausgleich

Länger arbeiten ohne Lohnausgleich

Der Trend zurück in Richtung 40-Stunden-Woche ist nicht mehr aufzuhalten. impulse zeigt, wie Mittelständler mehr Flexibilität erreichen – fürs gleiche Geld.

Wenn der Job auf dem Spiel
steht, ist der Mensch zu
manchem Zugeständnis bereit. Beispielsweise
würden rund 70 Prozent
aller Arbeitnehmer freiwillig eine
Stunde ohne Lohnausgleich zulegen,
so eine Umfrage der Online-Jobbörse
Monster. Fast jeder Fünfte würde sogar
noch weiter gehen. »Die Bevölkerung
ist sich der Brisanz der wirtschaftlichen
Lage größtenteils bewusst
und sehr wohl bereit, die Ärmel hochzukrempeln
«, kommentiert Kai Deininger,
Geschäftsführer der Monster
Deutschland GmbH, die unverhoffte
Opferbereitschaft.

Das Arbeitgeberlager registriert
derlei Töne aufmerksam – und macht
bereits mobil in Sachen Arbeitszeitverlängerung.

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Fast die gesamte Autoindustrie prüft derzeit die Rückkehr
zur 40-Stunden-Woche. Um die Personalkosten
kräftig zu senken, kalkulieren
andere Dax-Größen wie Siemens,
MAN oder Continental sogar
ohne jeden Lohnausgleich. Argument:
Es geht um die Sicherung vieler tausend
Arbeitsplätze in Deutschland,
insbesondere mit Blick auf die neuen
EU-Partner in Osteuropa.

Auch mittelständische
Firmenchefs setzen die
Arbeitszeit wieder auf die Agenda. Gewerkschaften
und Betriebsräte heulen
pflichtgemäß auf, können den allgemeinen
Trend zurück in Richtung 40-
Stunden-Woche aber kaum aufhalten.

Dabei bevorzugten die meisten
Firmenchefs vor kurzem noch eher
den umgekehrten Weg. Nach dramatischen
Umsatzeinbrüchen retteten
Firmen wie Landmaschinenhersteller
Lemken viele Jobs, indem sie die Belegschaft
weniger arbeiten ließen –
und weniger zahlten. Gelegentlich mit
Hilfe tariflicher Öffnungsklauseln, oft
mit zähneknirschender Duldung der
Gewerkschaft, aber fast immer mit
dem Segen des Betriebsrats.

Da kommen aktuelle Tarifverträge
wie die im Februar abgeschlossene
Ergänzungsvereinbarung in der Metallindustrie
gerade recht: Betriebe mit
mindestens 50 Prozent qualifizierten
Kräften (mindestens Facharbeiter)
können 50 Prozent der Belegschaft
fortan 40 Stunden pro Woche arbeiten
lassen (bislang: maximal 18 Prozent).

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