Diverses Langfristiges Handeln ist gefragt

Rund 400 Beschäftigte hat die Firma HJS Fahrzeugtechnik im sauerländischen Menden. Etwa ein Viertel von ihnen nutzt die betriebliche Altersvorsorge um Geld für eine zusätzliche Rente zurückzulegen. Die meisten Mitarbeiter haben sich für den Durchführungsweg Pensionskasse entschieden.

In Menden im Sauerland entwickelt die Firma HJS Fahrzeugtechnik Syteme für die Abgasnachbehandlung von Dieselaggregaten. Sie werden für Pkw und Nutzfahrzeuge wie LKWs, Busse oder Traktoren gebraucht, aber auch für Industriemaschinen. Natürlich spürt auch HJS Fahrzeugtechnik die Wirtschaftskrise, die branchenübergreifend wütet. „Aber wir sind durch die Konstellation Fahrzeuge und Industrieanwendungen recht gut aufgestellt“, sagt Joachim Fütterer, Personalleiter und Mitglied der Geschäftsleitung.

Das 1976 gegründete Unternehmen konnte seine Beschäftigtenzahl in den letzten Jahren kontinuierlich erhöhen. „Wir sind ein Familienunternehmen und pflegen eine enge Bindung zu unseren Mitarbeitern.“ Bei HJS haben wir ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl und denken und handeln langfristig“, erklärt Fütterer.

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Langjährige Treue der Mitarbeiter

„Und das weiß unser Team auch“, erklärt Harald Dahlhaus, Personalreferent und bei HJS für die betriebliche Altersvorsorge zuständig. Immerhin arbeiten mehr als 35 Prozent der Belegschaft seit über zehn Jahren im Unternehmen. „Wir haben nur wenig Fluktuation, und die Motivation in der Belegschaft ist sehr gut“, so Dahlhaus.

Das mag auch damit zusammenhängen, dass die Firma den Mitarbeitern hilft, schon jetzt Versorgungslücken im Alter zu schließen: Die Geschäftsführer haben die Möglichkeit, in die Unterstützungskasse einzuzahlen. Für die Mitarbeiter gibt es seit der Unternehmensgründung die Möglichkeit der Direktversicherung und seit 2003 wird die Pensionskasse angeboten. In sie zahlen 15 Prozent der Mitarbeiter ein. Insgesamt sorgt ein Viertel der Belegschaft für das Alter durch bAV vor.

Unter 40 denken nur wenige an die Rente

„Gerne möchten wir noch mehr Mitarbeiter für die bAV gewinnen. Darum bieten wir regelmäßige Beratungstermine an. Aber wir haben eine recht junge Belegschaft. Viele sind noch mit der Familiengründung und dem Hausbau beschäftigt – über die Altersvorsorge denken die meisten erst ab 40 nach“, erklärt Personalleiter Fütterer.

Dabei ist aus seiner Sicht die Vorsorge über den Betrieb sehr wichtig: „Im Drei-Säulen-Modell gesetzliche Rente, private Vorsorge und bAV steht die Vorsorge über den Betrieb von ihrer Wichtigkeit her an zweiter Stelle“, sagt Fütterer. Zwar müsse die Rente später versteuert werden, „aber jetzt, in der Gegenwart, lassen sich erstens Steuern beziehungsweise Sozialversicherungsbeiträge sparen und zweitens sind die Rahmenbedingungen über unsere Gruppenverträge deutlich günstiger, als wenn jemand selbst eine Versicherung abschließt“, so der Vorsorge-Fachmann Dahlhaus.

Zeitwertkonten für Weiterbildung

Aktuell ist bei HJS außerdem ein Zeitwertkonto in der Realisierung. Damit sollen die Mitarbeiter künftig Beträge sehr flexibel einzahlen und verwenden können. „Beispielsweise können Mitarbeiter, wenn sie eine ausreichende Summe angespart haben, dann für einige Wochen freigestellt werden, um eine Weiterbildung zu realisieren“, so Fütterer. „Oder sie können vorzeitig in Rente gehen oder die Beträge in eine Altersvorsorge überführen“, ergänzt Harald Dahlhaus. Das Projekt Zeitwertkonto soll möglichst noch im ersten Halbjahr 2009 abgeschlossen werden.

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