Diverses Lohnt sich Werbung mit Politikern?

Lohnt sich Werbung mit Politikern?

Lohnt sich Werbung mit Politikern?

Immer mehr Firmen werben mit Politikern. Wie jüngst Havaria. Der rheinische Discounter versprach den Kunden ihr Geld zurückzugeben, falls Schröder vorzeitig zurücktreten würde. Die Wiesbadener Wettbewerbszentrale ließ die Kampagne wegen Wettbewerbsverstoßes stoppen. Bernd M. Michael, Europa-Chef der Werbeagentur Grey in Düsseldorf, über Werbung mit Politikern.

In 90 Prozent der Werbung, in der Politiker
auftreten, werden sie als Karikatur oder humorig überzeichnet dargestellt. Kein Wunder – bei einem Berufsstand, der das Tabellenende der Berufe
in Sachen Ansehen ziert. Übrigens: Ein Drittel der Werbe auftritte von Politikern erfolgt ungefragt! Schnelle Verbote und sofortiger Stopp der Motive sind die Folge. Was die Beliebtheit
der Politiker in der breiten Öffentlichkeit
auch nicht gerade steigert.

Die Lehre, die man aus der bisherigen
Werbeverwendung von Politikern ziehen kann, ist sehr einfach: Taktisch – sozusagen aus dem Tagesgeschehen heraus – können Firmenchefs sie mal
gezielt einsetzen, wie das Sixt-Beispiel mit Angela Merkel zeigt und wie es auch mit anderen Politikern schon vielfältig probiert wurde. Strategisch – als Bestandteil einer Markenwelt –
sind Politiker imagemäßig zu unberechenbar
und ihre Haltbarkeit ist schwer zu kalkulieren.

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Die flüssige PC-Maus

Die Erlangener Active Promotion GmbH hat einen
neuen Werbeartikel auf den Markt gebracht: die
flüssige Computer-Maus oder auch Liquid-Maus
genannt. Im hinteren Teil der PC-Maus befindet
sich ein geschlossenes Behältnis, das mit
zwei Flüssigkeiten verschiedener Viskositäten
gefüllt ist. Hier findet ein individueller
Schwimmer mit beispielsweise dem Firmennamen
oder -logo Platz. Kosten: 4,99 Euro pro Stück (ab 1000 Stück).

Mega-Werbung

Ab Oktober wird eine neue Dimension in der Außenwerbung eingeläutet: Dann sollen ungewöhnliche dreidimensionale Skulpturen – so genannte Adforms – an bis zu 50 Standorten
mitten in Berlin die Blicke der Passanten auf sich lenken, an denen normalerweise keine Werbeflächen möglich sind. Auf dem Alexanderplatz,
dem Ku’damm oder Unter den Linden werden auf einer Fläche von vier mal vier Metern etwa sechs
Meter hohe Riesenjeans, Strandkörbe oder Tageszeitungen (Foto) Produkt-Werbung machen.

Die Adforms sind beleuchtet und mit Soundeffekten versehen. Mit diesen Skulpturen können Firmen erstmals in Zusammenarbeit mit dem Berliner Senat und der DSM Megaposter GmbH eine Werbeform realisieren, die Werbung und Kunst verbindet. Dass „ein hoher Betrag der erzielten
Werbeeinnahmen der Sanierung des Strandbads Wannsee zugute kommt“, berichtet DSM-Sales-Director Dorothea Vogel, „öffnete uns die Türen im Berliner Senat“. Die Belegung eines Standorts kostet pro Monat 20.000 Euro. Nach dem Rotationsprinzip können Firmen auch mehrere Standorte belegen. Dann wandert die Skulptur pro
Quartal an einen neuen Standort. Wenn gewünscht bis zum Fußball-Weltmeisterschaftsjahr 2006.

Weitere Artikel aus dem Ressort Neugeschäft können Sie in der impulse-Ausgabe 10/2004, Seite 30, nachlesen.

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