Diverses Lotsen durch die Krise

Acht Tipps für das Bankgespräch

Acht Tipps für das Bankgespräch

Verlässt ein Manager das Haus schon nach wenigen Monaten, ist das normalerweise kein gutes Zeichen. Für manche Führungskräfte ist Jobhopping dagegen ein Qualitätskriterium. Manager auf Zeit, auch Interimsmanager genannt, haben alle paar Monate einen neuen Job – weil sie die Aufgabe zuvor zur Zufriedenheit aller Beteiligten gelöst haben.

Davon profitieren vor allem notleidende Firmen: Krisensituationen, Eigentümerwechsel, versäumte Nachfolgeregelungen und der Austausch der Führungsspitze nach offensichtlichem Missmanagement veranlassen immer mehr Unternehmen sich kurzfristig verfügbare Führungskräfte zu suchen.

Unvorhergesehene Wachstumsschübe mit dringendem Steuerungsbedarf, Restrukturierungen akquirierter oder neu gegründeter Geschäftseinheiten sind ebenfalls Aufgaben für die Manager auf Zeit. Ähnlich wie ein Lotse an Bord eines Schiffes geht, um dieses aus gefährlichem Fahrwasser heraus zu leiten, bringt der Interimsmanager ein Unternehmen wieder auf den richtigen Kurs. Ist die Klippe umschifft, geht der Lotse von Bord. Ebenso der Interimsmanager.

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Die Nachfrage nach solchen Troubleshootern wächst. Denn nicht Qualitätsmängel sondern Führungsprobleme lassen Unternehmen in Notsituationen geraten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Münchner Unternehmensberatung Wieselhuber & Partner. „Unternehmenskrisen sind immer auch Managementkrisen“, so die Autoren der Studie. Die wesentlichen Probleme, die Krisen verursachen, sind Entscheidungsstau (60 Prozent), Entscheidungsschwäche (50 Prozent) und die fehlende Orientierung der Führungskräfte an Fakten (45 Prozent).

Wird die Geschäftslage kritisch, hilft ein Chef von außen. Denn diese haben meistens Sanierungserfahrung. Besonders wichtig ist jedoch Ihre besondere Position im Unternehmen. „Ein Interimsmanager hat keine Vergangenheit und – nach einem erfolgreichem Abschluss seiner Aufgabe – auch keine Zukunft im Unternehmen. Das macht ihn glaubwürdig und stärkt seine Autorität“, weiß Dietmar Kablitz, Geschäftsführer der auf Interimsmanagement spezialisierten Beratungsgesellschaft EIM.

Sind zum Beispiel harte Einschnitte bei Personal und Lieferanten nötig, um das Unternehmen zu retten, sind freiberufliche Führungskräfte auf Zeit eine gute Lösung. Denn diese sind objektiv. Sie müssen nicht auf Seilschaften oder andere Firmeninterna Rücksicht nehmen. Ihr einziges Interesse gilt dem Wohl der Firma. Für Chefs haben die Lückenbüßer auf Zeit noch weitere Vorteile:

  • Es lassen sich schnell Positionen besetzen
  • Interimsmanager überbrücken Managementengpässe
  • Es entstehen keine Personalnebenkosten
  • Die kurzfristig angeheuerten Manager sind nicht betriebsblind
  • Die Kosten lassen sich genau kalkulieren.

Billig sind die Macher auf Zeit allerdings nicht. Mit Tagessätzen ab 750 Euro aufwärts müssen Unternehmer rechnen, wollen sie eine Krise nicht alleine durchstehen. Aber es ist ja nicht für lange Zeit.

Interimsmanager finden Sie in der Datenbank des BDU. Stichwort: „Management auf Zeit.“

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