Diverses Machen Sie Ihr Gehalt steuersicher

Finanzämter kappen bei GmbH-Chefs oft Gehalt oder Extras und kassieren dann doppelt ab. Wie Sie sich dagegen wehren können. Plus: Musterbrief zum Download

Kein Geld zurück, aber dennoch klar gewonnen: „Nach langem Hin und Her habe ich vor dem Finanzgericht durchgesetzt, dass meine privaten Steuerbescheide vorerst offen bleiben“, berichtet Carlos Stuckert, Inhaber und Vorstandschef der Stuckert Wohnbau AG, „insbesondere mit Blick auf mein Gehalt.“

Was auf Anhieb alles andere als spektakulär wirkt, kann indes jede Menge Geld wert sein. Und zwar nicht nur für Stuckert. Sondern für hunderttausende von Vorständen und Geschäftsführern, die gleichzeitig Gesellschafter oder Aktionär sind. „Die typische Konstellation in den Familienfirmen also“, sagt der Freiburger Steuerberater Raoul Riedlinger, der Stuckert vor Gericht vertreten hat.

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Wieder einmal geht es um die Frage, wie hoch das Gehalt dieser „angestellten Unternehmer“ sein darf. Denn was sich der Firmenchef als
Salär auszahlt, spart Steuer. Entsprechend misstrauisch untersuchen die Betriebsprüfer üblicherweise, ob sich ein Geschäftsführer respektive Vorstand nicht zu üppig bedient hat.

Problem: Hält das Finanzamt das Gehalt für unangemessen hoch, kürzt es dieses rückwirkend. Für den dann höheren Firmengewinn wird ein Nachschlag bei Körperschaft- und Gewerbesteuer fällig (Stichwort: verdeckte Gewinnausschüttung).

Ohne dass der Unternehmer im Gegenzug die zu viel gezahlte Einkommensteuer zurückbekäme. „Denn wenn es so weit kommt, ist der private Steuerbescheid des Geschäftsführers in aller Regel längst bestandskräftig“, sagt Berater Riedlinger. Es sei denn, man macht es wie Firmenchef Stuckert: Steuerbescheid offen halten und in aller Ruhe auf die nächste Betriebsprüfung warten.

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Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 12/2005, Seite 100, nachlesen.

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