Diverses Magere WM-Bilanz

Haben sich die erweiterten Öffnungs­zeiten während der Fußball-WM bewährt, wie liefen die Geschäfte? impulse hat sich umgeschaut.

Die deutsche Bilanz der Fußballweltmeisterschaft 2006 ist durchwachsen: dritter Platz für die Mannschaft und rote Zahlen für viele Unternehmen. Dies ergibt eine Umfrage von impulse zu den Erfahrungen der ­Unternehmen mit den erweiterten Ladenöffnungszeiten während der Fußball-Festwochen. Befragt wurden die regionalen IHKs und Einzelhändler. Quer durch die Republik zeigt sich ein bunter Flickenteppich der „Mitmachquote“. Meist haben weniger als zehn Prozent der Einzelhändler und Dienstleister die Möglichkeit zur Abend­öffnung und – so weit örtlich erlaubt – zum Sonntags-Shopping genutzt.

In 43 Prozent der Kammerbezirke beteiligten sich zwischen zehn und 30 Prozent der Geschäfte, meldeten die IHKs. Werte über 30 Prozent wurden lediglich vereinzelt beobachtet. Die Abstinenzler haben wohl geahnt, was passiert, wenn sie nach 20 Uhr die Geschäfte öffnen: wenig nämlich. Mit dem geschäftlichen Erfolg sind die Inhaber jedenfalls überwiegend unzufrieden. Lediglich 29 Prozent sind zufrieden, sehr zufrieden äußern sich 13 Prozent, so die IHKs. Sehr zufrieden ist beispielsweise Ingo Saar, Fachhändler für Pelze und Mode in Regensburg. Er hatte zusammen mit zahlreichen Kollegen an einem Samstag bis 24 Uhr geöffnet.

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Und das Geschäft brummte – aber nur, „weil wir daraus ein Event gemacht haben“, sagt der Händler. Mit Karaoke und ­einer Party „Ü 30“ für Leute jenseits des Twen-Alters lockte er sein Publikum an. Erfolg: Mitten im Sommer verkaufte er zwei Pelze.

Weitere Artikel aus dem Ressort Management können Sie in der impulse-Ausgabe 09/2006, Seite 58, nachlesen.

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