Diverses Mahnen übers Netz

Peter T. ist verzweifelt: "Ständig renne ich meinem Geld hinterher". Die Werbeagentur des Existenzgründers läuft zwar gut an, aber die Zahlungsmoral seiner Kunden ist schlecht. Mit dem Ausfüllen lästiger Mahnformulare muss sich Peter T. zum Glück nicht länger herumplagen: Die Berliner Firma Secjure bietet unter www.letzte-mahnung.de eine Software an, mit der man die amtlichen Mahnvordrucke leicht und kostenlos ausfüllen kann.

Und so funktioniert’s: Unternehmer, die an ihr Geld kommen wollen, müssen zunächst einen Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides ausfüllen und an das zuständige Gericht schicken. Mit Hilfe leicht verständlicher Dialoge fragt die Software alle wichtigen Daten des Antrags ab und ermittelt auch, an welches Gericht er zu schicken ist.

Anschließend können Firmenchefs das Formular ausdrucken. Wer gerade kein Formular zur Hand hat, kann Secjure einen Druckauftrag erteilen und erhält die bedruckten Formulare wenige Tage später per Post zur Unterschrift. Der Druckservice ist kostenlos, Unternehmer zahlen lediglich die Kosten für das Mahnformular und Versandkosten.

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Der erste Vordruck auf Erlass eines Mahnbescheides kostet 3,95 Euro. Wer weitere Formulare benötigt, muss pro Blatt 1,80 Euro zahlen. Die Versandkostenpauschale pro Auftrag beträgt 3,55 Euro. Diese Auslagen trägt das Programm automatisch in das Mahnformular ein. Gibt das Gericht dem Firmenchef Recht, muss der säumige Schuldner grundsätzlich alle Kosten des Mahnverfahrens übernehmen.

Ein Nachteil des Angebots: Die Software läuft nur auf den Browsern Netscape Navigator und Internet-Explorer ab Version 5.5. Wer andere Versionen des Internet Explorers benutzt, erhält nach Beginn der Formulareingabe eine Fehlermeldung. Das Ausfüllen des Formulars bleibt aber weiter möglich.

Eine weitere Erleichterung ist übrigens schon geplant: In Zukunft will Secjure eine vollständige papierlose Übermittlung der Anträge an die Gerichte ermöglichen. Dazu müssen aber noch einige Fragen zur digitalen Signatur geklärt werden.

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