Diverses Marathon durch die Kunstszene

Für Kunstsammler und –liebhaber gibt es ab 30. Oktober nur ein Ziel: die Hauptstadt. Auf dem Messegelände findet dann das Art Forum Berlin statt. Dort präsentieren gut 120 Galerien aus 26 Ländern Stars und Newcomer. Doch auch abseits des Hauptschauplatzes finden Kunstinteressierte in der ganzen Stadt außergewöhnliche Angebote.

Ein jährlich wechselnder internationaler Zulassungsausschuss garantiert, dass das Art Forum Berlin sich stets selbst erneuert. Die Schwerpunkte, die jede der zugelassenen Galerien eigenverantwortlich setzt, machen den Besuch zur Entdeckungsreise. So stellt der Stand von Peres Projects aus Los Angeles und Berlin neue Formen gegenständlicher Kunst vor. Die Werke stammen von Amie Dicke, John Kleckner, Kirstine Roepstorff und Dean Sameshima, die in den letzten Jahren die Ankäufer großer Museen überzeugt haben. Mitten zwischen den Ständen richtet Kurator Hans-Jürgen Haffner die Sonderausstellung „difference, what difference?“ ein: Der Ort betont den Warencharakter der nur vorgeblich autonomen, zweckfreien Kunst. Weitere Informationen zur Messe: www.art-forum-berlin.de

Von der Konkurrenzveranstaltung zum Paralleluniversum geworden ist die Berliner Liste. 2004 startete sie als Off-Messe junger Galerien mit aktueller Kunst gegen die Etablierten auf dem Art Forum. Inzwischen ist die Berliner Liste selbst fester Bestandteil des Kunstmarkts; in diesem Jahr bezieht sie Quartier im Cumberlandhaus, einem früheren Fünf-Sterne-Hotel am Kurfürstendamm 193/194, zwischen Schlüterstraße und Bleibtreustraße. Weitere Informationen: www.berliner-liste.org.

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Flankierende Angebote erwarten Messebesucher in der ganzen Stadt. 50 Galerien in Charlottenburg, Mitte oder Kreuzberg bleiben auch nach Messeschluss um 20 Uhr geöffnet; Rundgänge unter Leitung von Kunstexperten machen Besucher mit den Szenevierteln vertraut. Einen Überblick über das Angebot gibt die Website www.berlin-artinsight.de.

Die bereits museumsreife Moderne ist mit Andy Warhol und Joseph Beuys im Bahnhof – Museum für Gegenwart, mit Paul Klee in der Neuen Nationalgalerie, mit Jeff Koons in deren Foyer oder mit Werken aus der Friedrich Christian Flick Collection in den Rieck-Hallen vertreten. Mehr zum Kulturprogramm der Stadt: www.visitBerlin.de

Und schließlich ruft Berlin – zeitgleich mit Bratislava, Luxemburg, Moskau, Paris, Rom und Wien – den gesamten November zum Europäischen Monat der Fotografie aus. Mehr als 130 Galerien, Museen und Kulturinstitute beteiligen sich; zentrale Veranstaltungsorte sind die Berlinische Galerie in Kreuzberg und die Uferhallen in Wedding. Weitere Informationen: www.mdf-berlin.de.

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