Diverses Märklin steht mit 110 Millionen Euro in der Kreide

Trotz des Schuldenbergs: Mehrere Investoren stehen laut Insolvenzverwalter Michael Pluta für eine mögliche Übernahme bereit. Einen kleinen Gewinn stellte er bei der ersten Gläubigerversammung bereits für 2010 in Aussicht.

Die Gläubiger des traditionsreichen Modellbahnbauers Märklin haben Forderungen von rund 110 Millionen Euro beim Insolvenzverwalter angemeldet. Dies teilte eine Sprecherin von Insolvenzverwalter Michael Pluta am Montag in Göppingen anlässlich der ersten Gläubigerversammlung mit.

Pluta plant, den Modellbahnhersteller nach einer erfolgreichen Sanierung zu verkaufen. Sein Sanierungskonzept sieht früheren Angaben zufolge vor, dass der Verlust in diesem Jahr auf annähernd Null reduziert werden soll und für das Jahr 2010 ein Gewinn von 2,5 Millionen Euro geplant ist.

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Pluta sieht gute Chancen für ein Überleben des Traditionsunternehmens. Etwa sieben Investoren hätten ernstzunehmendes Interesse angemeldet, sagte er.

Der Käufer müsse ein Finanzierungsvolumen von rund 100 Millionen Euro stemmen können. „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch lange nicht am Ziel“, sagte er. Erst am Vormittag war der Ulmer Rechtsanwalt hinter verschlossenen Türen einstimmig als Insolvenzverwalter bestätigt worden.

Das Traditionsunternehmen Märklin war 2006 von den Investoren Kingsbridge Capital und Goldman Sachs übernommen worden und hatte am 4. Februar dieses Jahres Insolvenz angemeldet.

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