Diverses Memoiren eines Kämpfers für die Menschenrechte

Er erhielt als erster afrikanischer Schriftsteller den Nobelpreis für Literatur. Für seine Überzeugungen in Nigerias Krieg gegen Biafra ging er ins Gefängnis. Wole Soyinka ist ein Schriftsteller, der den Forderungen nach Menschenrechten, Demokratie und Freiheit in seinem Heimatland Nigeria und auf dem afrikanischen Kontinent eine Stimme gibt. Sein Leben in Nigeria und seine Zeit im Exil sind Gegenstand seines neuen Buches "Brich auf in früher Dämmerung", in dem sich der Menschenrechtler an sein bewegtes Leben erinnert.

„Brich auf in früher Dämmerung“ ist eine intime Chronik über Soyinkas aufregendes Leben. In rauer, aber dennoch lyrischer Sprache zeichnet der Nobelpreisträger Abenteuer und Unglück seines turbulenten Lebens als Erwachsener in Nigeria und während seiner Zeit im Exil auf. Er blickt zurück auf alte Weggefährten, seine Freunde und Familienangehörige, die ihn inspirierten und unterstützten. Ob er seine außerordentliche Freundschaft mit dem nigerianischen Geschäftsmann Femi Johnson beschreibt oder erzählt, wie er eine eingefrorene Wildkatze nach Amerika schmuggelt, um seine Studenten ein wahres nigerianisches Barbecue erleben zu lassen – dieses Buch zeichnet sich durch tiefe Menschlichkeit aus. Es ist aber nicht nur Zeugnis der ungewöhnlichen Lebensgeschichte eines mutigen Mannes. Zugleich zeigt es ein Stück nigerianischer Geschichte. Das große Land im Herzen Afrikas ist europäischen Lesern vor allem durch Medienberichte über Ölskandale, Entführungen und Konflikte bekannt. Der berühmte Autor erzählt in seinem Buch vom unzähmbaren Geist Nigerias, denkt über Gerechtigkeit und Tyrannei nach und zeichnet das Bild eines verwüsteten und doch hoffnungsfrohen Landes.

Wole Soyinka ist ein international ausgezeichneter Schriftsteller, Literaturwissenschaftler, Theatermacher und politischer Essayist. Er wurde am 13. Juli 1934 in Abeokuta (Westnigeria) geboren. Er studierte Literatur in Ibadan (Nigeria) und in Leeds (England), anschließend Dramaturgie am Royal Court Theatre in London. Neben seiner Haupttätigkeit als Dramatiker machte sich Wole Soyinka einen Namen als Essayist, Dichter, Romanschriftsteller und Theaterregisseur. Vorwiegend in englischer Sprache schreibend, verwendet er die bildhafte und dramatische Sprache, die afrikanische Autoren auszeichnet. 1967 wurde er wegen seines Engagements im Biafra-Krieg und seiner Opposition gegen die Diktatur verhaftet und 28 Monate lang in Isolationshaft gehalten. In dieser Zeit schrieb er unentwegt. Das Buch „Der Mann ist tot“ verarbeitet seine Erfahrung in Haft. 1986 wurde Wole Soyinka als erstem Afrikaner der Nobelpreis für Literatur verliehen. Seine Nobelpreisrede widmete er Nelson Mandela. Heute lebt der Autor in Kalifornien und Nigeria und lehrt an Universitäten rund um den Globus.

Anzeige

Das neueste Buch von Wole Soyinka: „Brich auf in früher Dämmerung.“ Erinnerungen, etwa 700 Seiten, 34.90 Euro, ISBN 978-3-250-60121-0. Lieferbar ab 11. März 2008. Mehr Informationen unter

  • impulse.de
  • Copyright: impulse.de
  • Hinterlassen Sie einen Kommentar

    (Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

    Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...