Diverses Messe mal anders

Raumkommunikation wurde bisher eher selten im Rahmen des Marketings thematisiert. Niemand kann wirklich in Worte fassen, warum er sich in einem Raum wohl fühlt und ein einem anderen nicht. Klar ist: Kunden werden in ansprechenden, dreidimensionalen Räumen emotional und somit wirkungsvoller erreicht als es mit einem zweidimensionalen Prospekt oder Display möglich wäre. Und wohl auch deshalb lieben die Deutschen Messen.

Vier der fünf größten Messegelände liegen in Deutschland und erhalten auch international hohe Anerkennung. Das Messegeschäft boomt. Die Gründe dafür sind vielfältig: Unternehmen haben zum Beispiel die Chance, sich einen umfassenden Überblick über Wettbewerber zu verschaffen. Außerdem haben sie auf Messen eine vergleichsweise hohe Chance auf die Gewinnung von Neukunden.

Doch blickt man etwas tiefer in das Messegeschehen hinein, wird deutlich, wie viel Potential noch nicht komplett ausgeschöpft ist. Messestände ähneln sich oft sehr – es fehlt der Alleinstellungscharakter.
Dabei ist es wichtig, Besuchern einen überzeugenden Eindruck zu vermitteln und sie dadurch bestenfalls als neue Kunden zu gewinnen.

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Auffallen ist alles

Unternehmen müssen mit ihrem Messestand auffallen, um dem Besucher ein außergewöhnliches Erlebnis zu bieten. Weg von der Standard-Messetasche gibt es die skurrilsten Formen von Räumen. Einige Vorreiter bewegen sich seit geraumer Zeit schon mit ihrer Platzierung außerhalb der Messehallen – und steigern auf diese Weise ihren Aufmerksamkeitswert.

So wird viel Geld in Messebauer und Messeplaner gesteckt, um in einer sehr kurzen Zeit möglichst viele Kunden zu gewinnen. Ist die Messe vorbei, hat der Stand seinen Zweck erfüllt. An dieser Stelle fragen wir uns: „War es das schon? Oder was kann eine solche Investition noch?“

Schicken Sie Ihren Raum doch mal auf die Reise – so erreichen Sie eine breitere Masse, als eine Messe es je vermögen könnte. Je nachdem, welche Zielgruppe Sie erreichen wollen, können Sie Ihren Raum gezielt platzieren. Sei es beim Erstabnehmer direkt oder beim Endverbraucher.

Produktpräsentation vor Ort

Ein Werkzeuganbieter, der primär den Großunternehmer erreichen will, hat beispielsweise die Möglichkeit, seinen Raum vor dem Hauptquartier einer großen Baumarktkette zu platzieren und dort seine Produkte zu präsentieren. Will er den Endverbraucher oder die breite Masse erreichen, eignen sich am besten öffentliche, gut besuchte Plätze. Doch das sollte nicht die Regel sein.

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Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf. Oft sind es die unkonventionellen Plätze, die Aufmerksamkeit erregen. Warum inszenieren Sie Ihre Produkte und Marken nicht einmal auf einem Schiff? Oder in einem Zelt mitten im Stadtpark? Aufgrund der Mobilität sind Ihnen keine Grenzen gesetzt. Weitere Vorteile mobiler Räume sind:

– Hohe Aufmerksamkeit

– Starke Präsenz durch viel PR

– Hohe Kontaktzahlen durch Roadshow-Effekt

Und wenn Sie schon soviel Geld in einen extravaganten Raum gesteckt haben, wieso ihn dann nicht dauerhaft als Marketinginstrument nutzen?

Räume vor Ort erlebbar machen

Mobile Räume sind der eine Weg – Festinstallationen ein anderer. Unabhängig von Zeit und Dauer wird hier dem Besucher ein Raumerlebnis par excellence geboten. Ein Beispiel dafür ist das Steiff-Erlebnis-Museum in Giengen/Brenz.

Auch Dr. Oetker hat die Stärke von Raumkommunikation erkannt und in Bielefeld eine Dr. Oetker Welt eröffnet. Auf 1.500 Quadratmetern können sich die Besucher ganzjährig und nicht nur zu Messezeiten über das Unternehmen informieren und sich nebenbei noch frischen Pudding aus Automaten zapfen.

Vielleicht mieten Sie sich aber auch einfach einen Truck, um Ihr Unternehmen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Fallen Sie auf jeden Fall aus dem Rahmen. Augrund der starken Reizüberflutung im heutigen Alltag müssen Ihre Ideen ausgefallen sein, um aufzufallen. Denken Sie darüber nach, Plätze zu besetzen, die zu Ihrer Leistung passen und das richtige Publikum erreichen. Und gehen Sie gezielt auf die Leute zu.

Autor: Christopher Peterka

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