Diverses Milliarden vom Winde verweht

Ohne die Subventionen des Bundes würde sich in Deutschland kein Windkraftrad drehen. Jetzt stellt die neue Bundesregierung die Förderpolitik auf den Prüfstand.

Als vor 25 Jahren die ersten Windkrafträder gebaut wurden, nahm kaum jemand von ihnen Notiz. Sie waren nicht höher als ein durchschnittlicher Baum, und vor allem: Sie waren selten. Heute reichen die Spitzen der Rotoren bis zu 180 Me­ter in den Himmel – das ist ein gu­tes Stück höher als der Kölner Dom -, und die rotierenden Riesenspargel verschandeln wie in Ostfriesland oder im Sauerland ganze Landschaften.

Die Windenergiebranche boomt. Mit 17.500 Anlagen sind die deutschen Anbieter einsame Spitze in Europa. Aber je mehr Masten aus dem Boden schießen, umso mehr Kritiker ruft die Umwelttechnologie auf den Plan. „Die Subventionierung der Windenergie führt zu Überkapazitäten, produziert Mehrkosten durch die Anpassung der Windanlagen an das konventionelle Stromnetz und verteuert die CO2-Reduktion“, klagt etwa Christoph Gatzen vom Energiewirtschaftlichen Institut der Uni Köln.

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In der Tat würde die Windkraft ohne den Steuerzahler nicht existieren: Denn die Windkraftbranche kann noch auf Jahre hinaus mit der jährlichen Einspeisevergütung von derzeit durchschnittlich 4,2 Cent pro Kilowattstunde über dem Marktpreis rechnen – macht allein für 2004 über eine Milliarde Euro.

Hinzu kommen bis zum Jahr 2015 weitere Subventionen von bis zu 2,3 Milliarden Euro. Für neue Leitungen, um die Windräder ans Netz anzuschließen, sowie für den Ausbau konventioneller Kraftwerke. Nur so kann das Stromnetz stabil bleiben, wenn mal kein Wind weht.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 01/2006, Seite 39, nachlesen.

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