Diverses Mit Bildung an die Spitze

Sie gehören zur zukünftigen Führungselite - und sind sich dessen bewusst. Deutschlands Unternehmerkinder wissen, dass Wissen Macht bedeutet. Sie investieren viel in ihre Bildung, weit mehr als der Durchschnitt ihrer Altersgenossen. Das zeigt eine Studie von impulse.

Deutschlands nächste Unternehmergeneration ist so umfassend ausgebildet wie keine Generation zuvor. Überdurchschnittlich viele Unternehmerkinder machen das Abitur und lernen an privaten Schulen und Hochschulen – viele von ihnen im Ausland. Dies zeigen die Ergebnisse der Studie zu Deutschlands nächster Unternehmergeneration, an der sich über 200 Jugendliche und junge Erwachsene aus Unternehmerfamilien im Alter zwischen 16 und 35 Jahren beteiligten. Die bislang umfassendste Studie dieser Art wurde von impulse gemeinsam mit der Zeppelin Universität und der Stiftung Familienunternehmen mit Unterstützung von Sal. Oppenheim initiiert und erscheint am 30. September im neuen impulse-Heft.

Der Untersuchung zufolge haben 88 Prozent der teilnehmenden Unternehmerkinder Abitur, im Bevölkerungsschnitt sind es lediglich 37 Prozent eines Jahrgangs. Fast 28 Prozent besuchen oder besuchten private Hochschulen, rund 45 Prozent öffentliche Universitäten. 41 Prozent haben im Ausland studiert oder sind noch dabei. „Die Ausbildung von Nachfolgern ist sehr viel professioneller geworden“, sagt Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen. „Die Eltern üben keinen Druck aus, sich früh auf eine Nachfolge festzulegen oder das Studium danach auszurichten. Ziel ist eine hervorragende Ausbildung“, ergänzt der wissenschaftliche Leiter der Studie, Prof. Dr. Reinhard Prügl von der Zeppelin Universität.

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Bei der Wahl des Studiums überwiegen die wirtschaftswissenschaftlichen Fächer. Betriebswirtschaftslehre ist mit 59 Prozent das mit Abstand am häufigsten gewählte Studienfach bei Unternehmerkindern. Knapp 16 Prozent studieren Volkswirtschaftslehre, weitere zwölf Prozent Ingenieurwissenschaften und elf Prozent Kommunikationswissenschaften. Das Studienfach Jura liegt mit knapp sieben Prozent an fünfter Stelle. „Deutschlands nächste Unternehmergeneration weiß den Wert einer exzellenten Wirtschaftsausbildung zu schätzen, um die Nachfolge erfolgreich in Angriff zu nehmen“, sagt impulse-Chefredakteur Nikolaus Förster.

Dies gilt auch für den Stellenwert funktionierender Netzwerke unter Unternehmerkindern. Knapp 30 Prozent von ihnen suchen den Kontakt und die Vernetzung unter Ihresgleichen in Schule und Universität, 23 Prozent innerhalb der Familie und deren Freundeskreis. Spezielle Veranstaltungen für Familienunternehmen nutzt rund jedes fünfte Unternehmerkind. Vereine und Verbände spielen bei der Vernetzung für zehn Prozent eine Rolle, soziale Netzwerke im Internet lediglich für gut vier Prozent.

Impulse wird zusammen mit der Stiftung Familienunternehmen und der Zeppelin Universität die kompletten Ergebnisse Ende Oktober 2010 als wissenschaftliche Studie veröffentlichen.

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