Diverses Mit Franchise Arbeitsplätze schaffen

Der Jobgipfel von Regierung und Opposition ist schon wieder aus den Köpfen der Bevölkerung - die Probleme sind es nicht. Wie kann man Arbeitsplätze schaffen? Der Kongress "Arbeitsplätze schaffen mit EKS und Franchising" am 16./17. April in Bad Honnef sucht nach Antworten.

Manfred Maus ist Gründer der OBI-Kette. 1970 eröffnete er den ersten Baumarkt unter diesem Namen in Hamburg-Poppenbüttel. Mittlerweile ist die Marke 342 Mal in Deutschland vertreten. Was kaum jemand weiß: OBI ist hierzulande der Vorreiter der Franchisebewegung.

Noch vor dem Branchenmarktführer McDonalds verwirklichte Maus, heute Ehrenpräsident des Deutschen Franchise-Verbandes, seine Idee einer vertikalen Absatzorganisation. Dabei ist die Grundidee des Franchise erstaunlich einfach: der Franchisegeber verfügt über ein Geschäftskonzept, das er gegen Gebühren an den Franchisenehmer weiter gibt.

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Einer vom Bundesinnenministerium für Wirtschaft und Arbeit in Auftrag gegebene Studie zufolge stieg die Beschäftigtenzahl in der Franchisebranche zwischen 1997 und 2002 jährlich um 6,5 Prozent. Die Jobkrise und das ungebremste Wachstum im Franchise brachten Maus und seine Kollegen auf eine Idee. 200.000 neue Jobs will man in den nächsten fünf Jahren schaffen. Die „Initiative für 200.000 neue Jobs“ will vor allem zur Selbständigkeit motivieren und auf die Vorzüge des Franchising aufmerksam machen.

Weniger Risiko bei der Selbständigkeit

So verpflichtet man sich als Franchisenehmer zwar, eine einheitliche Aufmachung (Marke, Werbeauftritt etc.) zu übernehmen. Dafür wird man auf dem Weg in die Selbständigkeit aber auch durch Know-how, eine bereits etablierte Marke, eine Strategie sowie Dienstleistungen und Waren vom Franchisegeber unterstützt. Die Risiken der Selbständigkeit werden deutlich geschmälert.

Einer dieser Kollegen von Maus ist Dieter Fröhlich, Gründer der Musikschule Fröhlich. Über 540 Musikschulen, auf Franchise-Basis, gehören heute zu dem Unternehmen. Der Präsident des Deutschen Franchise-Verbandes wird auf dem Strategie-Kongress in Bad Honnef Lösungsansätze für den Arbeitsmarkt aus Sicht des Franchise referieren.

Erfolgreiche Strategien zur Schaffung von Arbeitsplätzen ist eines der Hauptanliegen des StrategieForums. Der bundesweit knapp 1.700 Mitglieder zählende Verband veranstaltet am 16. und 17. April in Bad Honnef einen Kongress, in dem es um Erfolgsmodelle auf dem Arbeitsmarkt geht. Schwerpunkt wird neben Lösungen durch das Franchisesystem auch die EKS-Strategie sein.

Die so genannte Engpasskonzentrierte Strategie zielt darauf ab, vorhandene Stärken zu konzentrieren und dadurch strategische Punkte mit größtmöglicher unternehmerischer Wirkung zu finden. „Wir werden neben einem interessanten Kongressprogramm Unternehmer auszeichnen, die im vergangenen Jahr Wege gezeigt haben, wie auch in wirtschaftlich schwachen Zeiten Arbeitsplätze geschaffen werden können“, so Hans Fraenkler, Unternehmensberater und Vorstandsvorsitzender des StrategieForums.

Ausgezeichnet wird jeweils ein Betrieb aus den Sparten Dienstleistung, Handwerk und Industrie. Dabei müssen die „Erfolgsrezepte“ der Firmen nicht unbedingt auf Franchise basieren. Der Kongress sucht auch weitere alternative Lösungen zur Arbeits-marktproblematik. So wird Christiane Schönefeld, Leiterin der Direktion NRW der Bundesagentur für Arbeit speziell auf „Chancen im Arbeitsmarkt ab 45“ eingehen.

Weitere Kongressinformationen und Referenten können unter www.strategie.net abgerufen werden, Anmeldeunterlagen sind dort ebenfalls erhältlich.

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