Diverses „Mit Guerilla-Taktik gegen Fußball-WM“

Drei Fragen an ... Thilo Krämer, 40, seit März CEO der Media-Agentur Mediaedge: cia, Deutschland.

impulse: Die Fußball-WM sorgt bei den offiziellen Sponsoren für ein höheres Werbeaufkommen. Gibt es auch Branchen, auf die der Fußball-Hype als Werbekiller wirkt?

Krämer: Nein, das wäre zu radikal formuliert. Allerdings lassen sich auf dem Werbemarkt momentan unter denen, die nicht zu den offiziellen Sponsoren der WM zählen, zwei Verhaltensweisen beobachten: Da sind die Guerilla-Taktiker, die versuchen, auf die Werbe­maschinerie rund um die WM aufzuspringen, und die Ausweichler, die dem Thema aus dem Weg gehen.

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Geht Werbung für die Marke, die nichts mit Fußball zu tun hat, jetzt unter?

Ja. Besser beraten wäre man in diesem Fall mit einer zeitlichen Verschiebung des Werbeetats. Eine Erhöhung lohnt sich nur, wenn das Thema Fußball auf den Markenkern einzahlt. Handelt es sich dann zusätzlich noch um eine deutsche Marke, sollte man die WM auf keinen Fall verpassen! Allerdings gilt zu bedenken: Ohne tiefe Taschen wird in diesem Bereich nichts laufen.

Zu welcher Strategie raten Sie den Branchen, auf die die Fußball-WM bremsend wirkt?

In diesem Fall kann man in den nächsten Wochen ruhig ein bisschen kürzer treten, um dann nach dem Finale im Juli wieder richtig Gas zu geben.

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