Diverses Mit Kafka zum Kaffee

Sie trafen sich im "Café de la Paix", im "Café Royal" oder im "Greco": Die Denker, Dichter und Maler dieser Welt bevorzugten schon immer ein gehobenes Ambiente, um sich über die wichtigen Dinge des Lebens auszutauschen. Die preisgekrönte Hemingway-Biographin Noël Riley Fitch hat sich diesen besonderen Orten gewidmet und nun einen Bildband der schönsten Künstlercafés Europas herausgebracht.

Zugegeben: Einige der berühmten europäischen Cafés, wie etwa das „De la Paix“ in Paris, oder das „Luitpold“ in München sind vielen Liebhabern schon lange ein Begriff. Aber wer hätte gedacht, dass Kafka dem Charme des Prager Cafés „Stefan“ derart erlegen war, dass er sich erst dort mit seiner Erzählung „Die Verwandlung“ an die Öffentlichkeit traute? Dass Albert Camus seinen Kaffee am liebsten kochend heiß und morgens früh um fünf in den kleinen Cafés der zahlreichen Metropolen Europas einnahm, die er sein zu Hause nannte? Und dass der Marquis von Queensberry der Liebschaft seines Sohnes mit dem Schriftsteller Oscar Wildes im Londoner „Café Royal“ nachspionierte?

Diese und weitere Kapriolen, kleine und große Katastrophen und vor allem die Kunst, die die magische Atmosphäre der zahlreichen Künstlercafés in Europa hervorbrachte, greift der Bildband „Künstlercafés in Europa – Wo Kafka schrieb, Matisse malte und Freud Schach spielte“ auf 160 Seiten auf. Die eindrucksvollen Abbildungen und die vielen, spannenden Anekdoten, Gerüchte und Geheimnisse machen Lust, in die Welt der Dichter, Maler und Schriftsteller einzutauchen – am besten bei einem Kaffee, irgendwo in Europa.

Anzeige

„Künstlercafés in Europa“

Wo Kafka schrieb, Matisse malte und Freud Schach spielte

Bucher Verlag

160 Seiten

39,90 Euro

www.bucher-verlag.de

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...