Diverses Mit Loriot in die Oper

Als einziger hat Loriot das Kunststück geschafft, Richard Wagners 16 Stunden dauernden "Ring des Nibelungen" auf einen Abend zu komprimieren. Auch aus den Werken von Mozart, Puccini, Verdi und Co. filtert er die Essenz heraus. Loriots ganz private Liebeserklärung an die Oper wird nun überarbeitet.

„Sie hat mich nie geliebt“, klagt der König von Spanien. Er meint Elisabeth, die Verlobte seines Sohnes, der seinerseits eine Prinzessin Eboli nicht liebt, die ihn jedoch liebt, wohl weil der König sie nie geliebt hat. Und auch seinen Sohn nicht. Der Sohn, das ist „Don Carlos“ aus der gleichnamigen Oper von Verdi.

Warum wer mit wem verbunden ist oder nicht, erschließt sich erst nach Klärung des Inhalts. Andernfalls hat der Besucher nicht viel Freude an der Oper – ist er doch zu sehr mit den Irrungen und Wirrungen der handelnden Personen beschäftigt.

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Da ist es gut, die Texte von Loriot zur Hand zu haben. In seiner bekannt humorvollen Art erklärt er den Inhalt von 42 Opern. Das Buch erschien zum 70. Geburtstag von Loriot und enthält unter anderem auch Wissenswertes zu Loriots Operninszenierungen „Martha“ und „Der Freischütz“.

Loriot’s Kleiner Openführer ist bei Diogenes erschienen. Das Handbuch hat 176 Seiten und kostet 12,90 Euro. Die überarbeitete Fassung ist ab November 2005 im Handel erhältlich.

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