Diverses Mit Sicherheit viel Spaß

Die moderne Bordelektronik macht’s möglich: Luxuslimousinen werden immer sicherer, bleiben aber agil wie Sportwagen.

Ob das Nachtsichtgerät im
S 500 wohl auch dann funktioniert, wenn man die normalen Scheinwerfer abschaltet? Walter Orterer hat das mal ausprobiert, wollte seinen neuen Mercedes allein mit Hilfe der Infrarotkamera navigieren, die ihm auf einem Mini-Bildschirm die nächsten 150 Meter zeigt. „Funk­tioniert aber nicht“, berichtet der Münchner Getränkefilialist, „ohne Licht lässt sich der Nachtsichtassistent gar nicht erst einschalten.“

Orterer ist diese Verknüpfung im Grunde ganz recht. Denn die S-Klasse solle ihm die Sorge um seine Sicherheit ja gerade abnehmen, sagt der Chef von 450 Mitarbeitern: mit aktivem Fahrwerk, das Karosseriebewegungen um bis zu 60 Prozent dämpft. Dem Tempomat „Dystronic Plus“, der das Auto bei jeder Geschwindigkeit so bremst und beschleunigt, dass der Sicherheitsabstand passt. Und eben dem Nachtsichtassistenten. All diese Sys­teme führen für Orterer zu einer ganz neuen Art von Fahrspaß: „Ich habe alles unter Kontrolle und könnte nur mit dem kleinen Finger steuern“, schwärmt der Unternehmer, der den Benz den einzigen Luxus nennt, den er sich leistet. „Man hat nie das Gefühl, ein so großes Auto zu bewegen.“

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Wie bei den anderen PremiumMarken gilt auch für die Stuttgarter: Der Widerspruch zwischen Fahrspaß und Sicherheit ist weitgehend passé. Ob Audi, BMW, Mercedes, Jaguar oder Volvo: Dank mannigfaltiger elektronischer Fahrhilfen kostet ein Mehr an Sicherheit heute nicht den Preis panzerartiger Behäbigkeit. Stattdessen nehmen es diese Top-­Limousinen in puncto Fahrleistung und Agilität sogar mit manchem Sportwagen auf.

Dies bedeutet freilich nicht, dass die Luxuswagen ihren individuellen Charakter vollends einbüßen. Im Gegenteil: Jeder von ihnen wartet mit eigenen, einmaligen Sicherheitsinnovationen auf, die den Neigungen der eigenen Fangemeinde entgegenkommen. So werden Mercedes-Fahrer
per Nachtsichtassistent zum souverä­nen Bezwinger dunkler Landstraßen, BMW-Fans halten dank Aktivlenkung auch bei starker Querbeschleunigung die Spur. Wer einen Audi fährt, bekommt mit Quattro-Antrieb, Direktschaltgetriebe und automatischer Untergrunderkennung die Kraft des Motors stets akkurat auf die richtigen Räder. Und Volvo hat die bewährte Philosophie der passiven Sicherheit in ein elektronisches Assistenzsystem umgemünzt, das etwa Anrufer nur dann durchstellt, wenn der Fahrer gerade nicht überholt.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 01/2007, Seite 138, nachlesen.

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