Diverses Mittelständler entsetzt über Wahlausgang

Mittelständler entsetzt über Wahlausgang

Mittelständler entsetzt über Wahlausgang

Das Ergebnis der Bundestagswahl quittieren die mittelständischen Unternehmer mit herber Enttäuschung. Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschaftsmagazin impulse in einer Blitzumfrage bei 768 mittelständischen Unternehmern

Das Ergebnis der Bundestagswahl quittieren die mittelständischen Unternehmer mit herber Enttäuschung. 33 Prozent beurteilen die Wiederwahl der Regierung Schröder/Fischer als negativ, 56 Prozent sogar als sehr negativ. Lediglich fünf Prozent sehen den Wahlausgang positiv oder sehr positiv. Vier Prozent nehmen eine neutrale Haltung ein. Zu diesem Ergebnis kommt das Wirtschaftsmagazin impulse in einer Blitzumfrage bei 768 mittelständischen Unternehmern.


Die Verärgerung der Firmeninhaber schlägt sich unmittelbar auf die wirtschaftlichen Erwartungen nieder. Nur noch 7 Prozent rechnen für die nächsten sechs Monate mit steigenden Umsätzen, während 63 Prozent sich auf sinkende Umsätze einstellen. Bei einer gleichen Befragung kurz vor der Wahl hatte impulse noch weit optimistischere Einschätzungen ermittelt: Ende August/Anfang September erwarteten 26 Prozent der Unternehmer steigende Umsätze und lediglich 28 einen negativen Geschäftsgang. Dieser Umschwung in der Stimmungslage wird nachhaltige negative Auswirkungen auf das Investitionsverhalten und damit auch auf die Beschäftigungsentwicklung haben, befürchtet impulse in seiner Analyse.

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Der von Konjunkturforschern und Verbänden erwartete Aufschwung muss nach Einschätzung der Unternehmer tatsächlich erneut vertagt werden. Eine qualifizierte Minderheit von 21 Prozent der Befragten terminiert den voraussichtlichen Beginn einer durchgreifenden Konjunkturbelebung jetzt auf das zweite Quartal 2003, 15 Prozent sehen den Aufschwung erst für das dritte Quartal voraus. Die Mehrheit der Unternehmer aber, 54 Prozent, glauben nicht an einen Konjunkturfrühling vor 2004. Bei der Umfrage im August/September hatten die Unternehmer den Aufschwungsbeginn noch mehrheitlich vor der Jahresmitte 2003 gesehen, für „frühestens 2004“ votierten damals lediglich 22 Prozent.


Bei der Analyse nach Wirtschaftsbereiche zeigen sich erhebliche Unterschiede. Während sich die Dienstleistungsbranchen mit 12 Prozent Zustimmung überdurchschnittlich positiv zu der neuen/alten Regierung stellen, ist besonders das Handwerk mit 96 Prozent Ablehnung auf Anti-Schröder-Kurs. Bei der Beurteilung der Geschäftsaussichten geben sich wiederum die Dienstleister mit 12 Prozent Optimisten-Anteil (gegenüber 7 Prozent im Durchschnitt) vergleichsweise zuversichtlich. Die meisten Skeptiker gibt es im Handel: 78 Prozent erwarten hier anhaltenden Umsatzrückgang.

Umsatzerwartung: Die Ergebnisse nach Branchen

Beurteilung des Wahlausgangs: Ergebnisse nach Branchen

1 Kommentar
  • Wolfgang Höptner 26. September 2017 17:42

    Mittelstand ? Welchen bitte , den Merkel längst abgeschafft hat ?

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