Diverses Mittelstands-Präsident sieht 400.000 Jobs im Niedriglohnbereich

Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, sieht die Chance für bis zu 400.000 neue Jobs im Niedriglohnbereich. Ohoven stellte sich am Mittwoch hinter Vorschläge aus der Hartz-Kommission, die Förderung solcher Billig- Jobs massiv auszuweiten.

Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische
Wirtschaft, Mario Ohoven, sieht die Chance für bis zu 400 000 neue
Jobs im Niedriglohnbereich. Ohoven stellte sich am Mittwoch hinter
Vorschläge aus der Hartz-Kommission, die Förderung solcher Billig-
Jobs massiv auszuweiten. «Bei Löhnen zwischen 322 und 920 Euro gibt
es derzeit so gut wie keine Beschäftigung», sagte Ohoven am Mittwoch
im Deutschlandradio Berlin. Diese Jobs müssten daher durch Zuschüsse
zu den Sozialbeiträgen attraktiver gemacht werden.

Er warnte vor einer Verwässerung der Reformvorschläge der
Kommission und kritisierte die Haltung der Gewerkschaften. Diesen sei
der Ernst der Lage offenbar nicht bewusst. „Die Gewerkschaft sieht
nicht die fürchterliche Situation, die wir hier in der Wirtschaft
haben. Momentan sind wir im Wachstum Schlusslicht und als
Investitionsstandort für Ausländer sind wir erheblich
zurückgefallen.“

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Ohoven plädierte für schärfere Regeln bei der Zumutbarkeit von
Arbeit und strengeren Kontrollen bei Arbeitslosenunterstützung und
Sozialhilfe. „Es ist überhaupt nicht gut, dass einige Leute das
soziale Netz nicht als Trampolin benutzen, sondern darin schlafen. Es
sollte selbstverständlich sein, dass Singles bundesweit umziehen
müssen und bei einer neuen Stelle geringere Verdienste zu akzeptieren
haben.“
dpa

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