Diverses Mobilität ist out

Pattensen, Paris, Paraguay - ein aufstrebender Manager geht dorthin, wohin die Firma ihn schickt. Diese Flexibilität wurde Führungskräften jahrelang abverlangt - und die parierten, mehr oder minder freiwillig. Doch die scheinbar grenzenlose Mobilität zeigt nun doch ihre Grenzen: Zunehmend verweigern sich Manager dem In-die-Welt-geschickt-Werden.

Top-Manager in Deutschland legen immer mehr Wert auf Arbeitsort und Arbeitsplatzsicherheit, zeigt eine aktuelle Umfragte der Personalberatung LAB. „Der Arbeitsort und somit das private Umfeld, Work-Life-Balance und das eigene Wohlbefinden sind heute deutlich wichtigere Entscheidungsparameter“, sagt Studienleiter Marcel Ramin Derakhchan, Partner bei LAB Lachner Aden Beyer & Company.

Es gilt das Bestehende zu bewahren: Die Offenheit zum Jobwechsel ist deshalb gesunken. Zwar berichten 49 Prozent der mehr als 700 für das „LAB-Managerpanel“ befragten Führungskräfte, ihre persönliche Wechselbereitschaft sei gestiegen, doch lag dieser Wert vor 15 Monaten noch bei 64 Prozent. „Die Krise bewirkt bei vielen ein Hinterfragen der eigenen Situation“, sagt Derakchan. So wird das Gehalt wichtiger: Mehr als die Hälfte der Manager legt darauf gesteigerten Wert. Vor vier Jahren waren es nur 28 Prozent.

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Wichtigste Kriterien für die Job-Auswahl sind weiterhin Karriere-Perspektiven und der Verantwortungsbereich, mit jeweils 77 Prozent. Den Arbeitsort als entscheidenden Faktor nennen 37 Prozent der Manager, vor fünf Jahren waren es nur 14 Prozent. Anders formuliert: Die Zahl der Mobilitäts-Kritiker unter den Führungskräften hat sich mehr als verdoppelt.

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