Diverses Nachhaltiges Wirtschaften lohnt sich für Unternehmen

Nachhaltiges Wirtschaften lohnt sich für Unternehmen

Nachhaltiges Wirtschaften lohnt sich für Unternehmen

Eine Studie zeigt: Firmen, die nachhaltig wirtschaften, stehen im Wettbewerb besser da, als solche, die Umweltschutz und Ressourcenschonung nicht in ihre Planungen mit einbeziehen.

Rund 41 Prozent der Unternehmen, die Umweltschutz und Ressourcenschonung in ihre wirtschaftliche Planung mit einbeziehen, stehen heute in einer besseren Situation da also noch vor zwei Jahren. Bei Unternehmen, die nicht nachhaltig wirtschaften, sind es nur 18 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Münchner ifo-Institutes und des Deutschen Kompetenzzentrums für Nachhaltiges Wirtschaften (dknw) der Universität Witten/Herdecke unter fast 5800 Betrieben.

Laut Umfrage sehen 58 Prozent der Unternehmen eine steigende Bedeutung des nachhaltigen Wirtschaftens. Ein mit fast 57 Prozent fast ebenso großer Anteil hält sich bei der Umsetzung dieser Form des Wirtschaftens jedoch zurück. Als Gründe nennen die befragten Firmenchefs vor allem mangelnde Kostenvorteile, Probleme bei der Umsetzung, mangelndes Bewusstsein beim Verbraucher und unzureichende staatliche Zielvorgaben.

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„In deutschen Betrieben scheint immer noch die ökonomische Nachhaltigkeit, also die Wettbewerbsfähigkeit, die größte Rolle zu spielen. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen geben an, nicht genügend Mittel und Personal zu haben, um sich um nachhaltiges Wirtschaften kümmern zu können“, so Professor Werner F. Schulz vom dknw. „Je größer ein Unternehmen ist, um so eher ist es bereit, Umweltschutz in seine Managementsysteme zu übernehmen“, ergänzt Carlo Burschel, ebenfalls vom dknw.

Gründe für den Erfolg der nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen sehen die Forscher vor allem bei der Suche nach ressourcenschonenden Abläufen in den Unternehmen. Zum einen geht der Betrieb dann schonender und damit sparsamer mit den Ressourcen, beispielsweise im Einkauf, um. Auch fällt weniger Abfall an. Beides spart Geld. Zum anderen sind Mitarbeiter in solchen Firmen sehr viel stärker in Entscheidungen eingebunden. „Das motiviert ungemein und fördert die Arbeitsleistung“, so Dirk Losen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am dknw.

Zum nachhaltigen Wirtschaften gehört auch eine soziale Komponente. Selbstverpflichtungen zu Gleichberechtigung, Verbot von Kinderarbeit oder Mindestlöhne bei der Beschaffung von Rohstoffen oder Vorprodukten nutzen vorwiegend größere Firmen. In kleineren Unternehmen sind soziale Aspekte grundsätzlich ein integraler Bestandteil der Unternehmenskultur. In der Wertschätzung der Betriebe liegt dieses Kriterium aber noch unter der ökologischen Nachhaltigkeit.

Damit mehr Firmen nachhaltiger wirtschaften, fordern die Wissenschaftler einen geeigneten Maßstab. „Nötig ist ein Nachhaltigkeitsbericht, der neben den ökonomischen auch die ökologischen und sozialen Kosten berücksichtigt“, so Professor Schulz. Dafür sollten die schon bestehenden Umweltmanagementsysteme wie EMAS und ISO 14000 durch Berichtsysteme ergänzt werden, mit denen die Firmen ihre Betriebspraxis umweltschonend umbauen können.

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