Diverses Neue Tugenden

Gute Ausbildungsförderung setzt früh ein und fordert von Chefs viel - wie die Sieger im zehnten Wettbewerbsjahr demonstrieren.

Das drei Meter lange Schiffsmodell im Besucherzentrum der Pa­penburger Meyer Werft zeigt einen Kreuzliner der Zukunft. Die Fleißarbeit von Auszubildenden? Nein, die detailreiche Studie stammt von Achtklässlern der benachbarten Michaelschule, einer katholischen Haupt- und Realschule. Das Modell steht für einen Trend in der beruflichen Bildung: die enge Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft. Die Papenburger Schüler bastelten das Schiff im Fach Berufsorientiertes Lernen, das ab der siebten Klasse obligatorisch ist. „Wir wollen hier praktische Einblicke in die Arbeitswelt vermitteln“, sagt Rektor Ludger Stukenborg.

In der Zusammenarbeit mit 180 Emsländer Unternehmen lernen die Jugendlichen erste Grundkenntnisse aus dem Berufsalltag und absolvieren regelmäßige Betriebspraktika. In der schuleigenen Werkstatt gibt es Kurse zu vielen Handwerkstechniken. „Inzwischen klopfen viele Betriebe frühzeitig bei uns an, um sich qualifizierte Schulabsolventen für die Ausbildung zu sichern“, freut sich Stukenborg.

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Diese duale Lösung sollte Schule machen, befand die Jury vom Ausbildungs-Ass 2006 unter Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Annette Schavan und kürte das Papenburger Modell zur besten Ausbildungsinitiative des Jahres. Zum zehnten Mal vergaben die Wirtschaftsjunioren, die Junioren des Handwerks und impulse die von den Inter-Versicherungen gestifteten Ausbildungs-Asse. Die Preise in drei Kategorien sind mit insgesamt 15000 Euro dotiert.

Der Wettbewerb erreichte mit
244 Einsendungen einen neuen Rekord. „Die Unternehmen zeigen gesellschaftspolitische Verantwortung, denn sie tun weitaus mehr, als ihre Verpflichtung wäre“, bilanziert der Inter-Vorstandsvorsitzende Bernd Jansen. Steigende Wettbewerbszahlen fügen sich in das allgemeine Bild,
wonach der bundesweite Ausbildungspakt greift: Handels- und Handwerkskammer melden bis zu zehn Prozent mehr Stellen als im Vorjahr. Carsten Röttgers, Chef der Handwerksjunioren, war nach Durchsicht der Ausbildungs-Ass-Bewerbungen beeindruckt: „Entgegen manch öffentlich verbreitetem Horrorszenario engagieren sich viele Unternehmer für eine hochwertige Ausbildung.“

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2006, Seite 40, nachlesen.

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