Diverses Neue Typklassen in der Kaskoversicherung

Neue Typklassen in der Kaskoversicherung

Neue Typklassen in der Kaskoversicherung

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat das neue Typklassenverzeichnis für die Autoversicherung vorgelegt. Vor allem in der Teilkaskoversicherung können sich viele Autofahrer über niedrigere Kosten freuen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat seinen Mitgliedsunternehmen Ende 2002 eine neue Tarifstruktur für die Kaskoversicherung und damit auch ein neues Typklassenverzeichnis empfohlen. Die Neuerungen sollen nur bei Neuverträgen eingesetzt werden. Erste Gesellschaften dürften bereits in diesem Jahr damit beginnen. Der GDV rechnet damit, dass seine Mitgliedsunternehmen ab 2004 dann nur noch mit dem neuen Verzeichnis arbeiten.

Die neue Tarifgeneration wird im Gegensatz zur alten auch die Fahrleistung eines Autos und zum Beispiel auch die Verfügbarkeit einer Garage berücksichtigen. Darüber hinaus wurde die Anzahl der Typklassen reduziert. In der Vollkasko gibt es jetzt nur noch 25 und in der Teilkasko 24 Klassen. Nach wie vor gilt: Je niedriger eine Typklasse ist, desto preiswerter wird der Versicherungsschutz.

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Altverträge werden auch in Zukunft nach dem bisherigen Typklassenverzeichnis geführt. Eine Umstellung ist nicht geplant. Das Verzeichnis finden Sie im Internet unter www.typklasse.de. Da das bisherige Typklassenverzeichnis für Autofahrer ohne Vertragswechsel weitergilt, wird es weiter regelmäßig aktualisiert werden.

Die jüngste Aktualisierung gilt seit Oktober 2002. Damals konnten sich vor allem Teilkaskoversicherte über niedrigere Kosten freuen. Gewinner in der Teilkasko waren beispielsweise der Toyota Avensis STH und FLH (jeweils 74 und 81 kW) sowie der Citroen Saxo (65 kW). Die Autos wurden um sechs beziehungsweise fünf Klassen runtergestuft. Deutlich tiefer müssen seither Fahrer des Volvo S40 und des Kombi (beide 85 kW) sowie des Golf IV 1,6 (74 kW) in die Tasche greifen. Die Modelle wurden um acht Klassen hochgestuft.

In den anderen Versicherungssparten änderte sich damals deutlich weniger. So variierten in der Kfz-Haftpflicht lediglich 1,7 Prozent der Modelle um zwei oder mehr Klassen. In der Vollkaskoversicherung wurden neun von zehn Autos entweder gar nicht oder nur um eine Klasse umgestuft.

Bei der Haftpflicht konnten sich die Fahrer des Peugeot 206 HDI (66 kW) und des Ford Focus Turnier 1,8 D (55 kW) freuen. Die beiden Modelle verbesserten sich um fünf und vier Stufen. Die Ausreißer nach unten waren der Toyota MR2 1,8 (103 kW) und der Opel Agila 1.0 (43 kW) mit Verschlechterungen um drei und zwei Klassen.

Die Sieger in der Vollkaskoversicherung waren der Toyota RAV 4 (92 und 110 kW) mit vier Klassen und der Opel Zafira 2.2 (108 kW) mit drei Klassen. Deutlich teurer wurde das Autofahrer für die Besitzer eines BMW X5 (210 kW) und des BMW X5 Diesel (135 kW). Die Modelle wurden um acht Klassen hochgestuft.

Tipp:

Achten Sie beim Kauf eines Wagens auch auf die Versicherungsprämie. Sie entscheidet mit darüber, wie teuer ein Auto unter dem Strich ist. Lassen Sie sich dabei die Prämien für beide Versicherungssparten geben, also Haftpflicht und Kasko. Eine Limousine zum Beispiel kann in der Haftpflichtversicherung sehr preiswert sein, weil von einem vorsichtigen Fahrer ausgegangen wird, in der Kaskoversicherung aber wegen des Diebstahlrisikos teuer.

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