Diverses Neuer Hoffnungsträger: Der Mittelstand setzt auf Westerwelle

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Unter den Spitzenpolitikern in Deutschland ist FDP-Chef Guido Westerwelle der beste - jedenfalls dann, wenn es um mittelstandsfreundliche Politik geht. Auf Platz zwei wählten die 500 befragten Unternehmer Angela Merkel. Schlechte Noten gab es dagegen für die SPD-Minister.

Mit einer Durchschnittsnote von 2,84 auf einer Skala von 1 bis 6 beurteilen Deutschlands
Unternehmer die Politik von FDP-Chef Guido Westerwelle. Damit nimmt Westerwelle den
ersten Platz unter acht Spitzenpolitikern ein, wie eine Umfrage 500 Unternehmern der Nürnberger Unternehmensberatung Weissman & Cie zeigt. Damit hat Westerwelle die Rolle von Friedrich Merz eingenommen, der bisher als das unternehmerische Gewissen in der Politik galt.

Überraschend gut schnitt auch Kanzlerin Angela Merkel ab: Sie folgt mit einer 2,91 auf Westerwelle. Für die Initiatoren der Studie ein erstaunlich gutes Abschneiden. Denn: Die zunehmende Kritik von Unternehmern und Managern an der Politik der Bundesregierung werde offensichtlich nicht an der Kanzlerin festgemacht. Und auch die Eintrübung der Konjunkturaussichten ist aus Sicht des Mittelstandes nicht die Verantwortung von CDU und CSU.

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So halten sich Günther Oettinger, konservativer Ministerpräsident von Baden-Württemberg, und Michael Glos, CSU-Wirtschaftsminister, mit den Noten 3,08 und 3,14 noch recht ordentlich. Kritische Zensuren bekommen hingegen durch die Bank SPD-Politiker. Für seine „unternehmerfreundliche Politik“ bekommt Walter Steinmeier, Außenminister und wahrscheinlicher Herausforderer von Angela Merkel im kommenden Jahr, lediglich die Note 3,24, Finanzminister Peer Steinbrück sogar nur eine 3,47.

Gänzlich unten durch bei den Unternehmern ist SPD-Chef Kurt Beck. Er erhält eine
4,09 und dabei von 42 Prozent die Note 4, von 26 Prozent die Note 5 und von 7 Prozent die
Note 6. Zum Vergleich: Bei den Politikern Westerwelle, Merkel und Glos wurde die Note 6
überhaupt nicht vergeben. Für die Unternehmensberater von Weissmann & Cie. ist das nicht überraschend: „Führende Politiker der SPD bekommen von den Unternehmern die Quittung dafür, dass Teile der SPD bei zentralen wirtschaftspolitischen Fragen nach links schielen“, sagt Agentur-Chef Arnold Weissmann.

Verheerend fällt das Urteil über Oskar Lafontaine aus. Bei einem Durchschnitt von 5,15
entscheiden sich 37 Prozent der befragten Unternehmer für eine 5, 41 Prozent für die Note 6.
Weissman zusammenfassend: „Die Umfrage bringt überdeutlich den Wunsch der
Unternehmer nach einer schwarz-gelben Regierung zum Ausdruck.

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