Diverses Noch zwei Jahre Verspätungen in Düsseldorf

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat aufgrund falscher Entwicklungsprognosen mit Personalmangel in Nordrhein-Westfalen zu kämpfen. Erst 2012 seien die Engpässe überwunden, sagte DFS-Chef Dieter Kaden.

Fluggäste müssen nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) am Flughafen Düsseldorf noch bis 2012 mit Verspätungen rechnen. Wie die DFS am Donnerstag mitteilte, sei dafür ein akuter Personalmangel im Bereich der Fluglotsen verantwortlich.

Man habe aufgrund von falschen Verkehrsentwicklungs-Prognosen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zu wenig Nachwuchslotsen eingestellt, sagte der DFS-Geschäftsführer Dieter Kaden in Düsseldorf. Deshalb könne es in den kommenden Monaten zu Engpässen kommen.

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Inzwischen habe man die Zahl der Nachwuchslotsen zwar wieder deutlich erhöht, die Ausbildung dauere allerdings vier Jahre. Erst 2012 sei mit einer Normalisierung der Lage zu rechnen. Die Zahl der Verspätungen sei in Düsseldorf derzeit deutlich höher als im bundesweiten Durchschnitt. Auch am benachbarten Flughafen Köln/Bonn komme es zu Verspätungen, allerdings nicht derart stark wie in Düsseldorf.

DFS-Geschäftsführer Kaden sagte, nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 sei die Zahl der Passagiere vorübergehend eingebrochen. Experten seien deshalb von einer sinkenden Zahl von Flügen ausgegangen. Tatsächlich sei die Zahl der Flugbewegungen in Deutschland aber seit 2002 von zweieinhalb auf drei Millionen gestiegen. Darauf habe man zu spät reagiert und den Aufschwung unterschätzt, hieß es. An bis zu 20 Prozent aller Arbeitstage gebe es zu wenig Fluglotsen in der Luftraum-Radarzentrale in Langen bei Frankfurt.

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