Diverses Ölpreis-Gewinner

Der Ölpreis-Boom trifft die deutsche Wirtschaft. Rund 25 Milliarden Euro werden durch die Preis­explosion der heimischen Kaufkraft entzogen. Doch es gibt auch Gewinner, die jetzt erst recht gute Geschäfte machen.

Größter Nutznießer ist die Solarbranche. Rund 5000 Hersteller und Installateure kommen in diesem Jahr bereits auf zwei Milliarden Euro Umsatz mit Anlagen, die teure fossile Energie durch preisstabile Sonnenkollektoren ersetzen.

Bis zum Jahr 2010 soll das Umsatzvolumen laut der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft auf über fünf Milliarden Euro steigen. Schon 700.000 Hausbesitzer in Deutschland haben sich mit Solarwärmeanlagen vom unberechenbaren Ölpreis unabhängig gemacht. Andere alternative Energien wie Wärmepumpen oder Geothermie (Erdwärme) boomen derzeit ebenfalls.

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Auch in der Autoindustrie ist günstigere Energie angesagt. So sank der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch deutscher Autos seit Anfang der 90er Jahre um zwei auf heute 6,8 Liter je 100 Kilometer. Sparsame Benziner verkaufen sich jetzt noch besser. Außerdem steigen immer mehr Käufer auf die noch verbrauchsfreundlicheren Dieselfahrzeuge um. Deren Anteil an den Neuzulassungen kletterte auf 40 Prozent (1993: 15 Prozent).

Immer mehr Dieselfahrer machen sich zudem komplett unabhängig von den Launen des Erdölpreises – sie tanken den billigen (weil von der Mineralölsteuer nicht erfassten) Biodiesel-Kraftstoff. Zur Freude der heimischen Landwirte, die den Rohstoff Raps anbauen, und der Produzenten von Biodiesel. Die haben die inländischen Kapazitäten seit 2000 bereits verfünffacht.

Weitere Meldungen aus dem Neugeschäft-Magazin können Sie in der impulse-Ausgabe 11/2005, Seite 54, nachlesen.

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