Diverses Online-Bewerbungen nach wie vor schwierig

Online-Bewerbungen nach wie vor schwierig

Online-Bewerbungen nach wie vor schwierig

Deutsche Unternehmen behandeln E-Recruiting immer noch stiefmütterlich. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung der Leonhard Mulitmedia-Agentur. Das Fazit der Experten: Nur wenige Firmen erreichen ihre Bewerber-Zielgruppen über die eigene Internet-Seite.

Rund 100 Homepages von 30 DAX und 70 MDAX-Unternehmen hat die Leonhard Multimedia-Agentur unter die Lupe genommen. Das Fazit der Experten: Nur wenige Firmen erreichen ihre Bewerber-Zielgruppen über die eigene Internet-Seite.

Dabei hilft das so genannte E-Recruiting bis zu 50 Prozent Kosten sparen, ermittelte die Mummert + Partner Unternehmensberatung. Denn gute Mitarbeiter sind teuer: Die Einstellung eines Hochschulabsolventen kostet durchschnittlich rund 10.000 Euro. Beim internet-basierten Personalmanagement sinken die Rekrutierungskosten um mehr als 50 Prozent. Jede Neueinstellung kostet dann nur noch zwischen 4.000 und 5.000 Euro.

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Einziger Lichtblick der Untersuchung: Immerhin schaffen es mittlerweile 85 Prozent der im DAX und MDAX gelisteten Unternehmen, ihre firmeneigenen Jobangebote auf der Startseite des Web-Angebots zu verlinken. Ist der Jobsuchende allerdings dort angelangt, zeigen sich auch auf der Website von Weltunternehmen gravierende Mängel: Nur knapp zwei Drittel (61 Prozent) ermöglichen den Stellensuchenden eine direkte Online-Bewerbung. Hinweise zum Bewerbungsverfahren oder FAQs halten sogar nur ein Drittel (33 Prozent) für nötig.

Dürftig fallen auch die Angaben zu den Karrierechancen aus. Nur die
Hälfte (54 Prozent) der Recruiting-Angebote informiert über Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen. Aktuelle Daten oder einen Kalender zu Recruiting-Events finden Stellensuchende sogar nur auf 41 Prozent der untersuchten Seiten.

Für den Multimedia-Experten Roland Leonhardt sind diese Defizite unverständlich: „Gerade in Zeiten enger Budgets sollten die Unternehmen das Internet als effizienten Kanal für das Bewerbermarketing nutzen. Wer sich, wie Jobsuchende, aus freien Stücken durch eine Firmen-Site klickt, zeigt schon großes Interesse am möglichen Arbeitgeber.“

Beschränken sich Unternehmen hier weiter lediglich auf trockene Stellenausschreibungen, riskieren sie nach Ansicht von Leonhard wichtige Sympathie-Punkte. Und das kann unliebsame Folgen haben: „Denn damit geht den Firmen möglicherweise ein exzellenter Mitarbeiter verloren. Im „war for talents“ spielen Image-Faktoren eine wichtige Rolle für die Entscheidung eines Jobsuchenden für den neuen Arbeitgeber.“

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